10 | 12 | 2019

191129hamburg01Klimademo in Hamburg. Foto: RedGlobe An über 520 Orten in ganz Deutschland war die FridaysForFuture-Bewegung heute am Globalen Aktionstag beteiligt. Insgesamt nahmen an den Streiks und den unterschiedlichen Aktionen etwa 630.000 Menschen teil.

Rund zwei Monate nach der Veröffentlichung des Klimapakets durch die Bundesregierung wollten die Aktivistinnen und Aktivisten damit die Aufmerksamkeit auf die Verfehlungen Deutschlands in der Klimapolitik lenken. Besonderen Wert legten die Ortsgruppen der Bewegung dabei auf unterschiedliche Protestformen, wie etwa Fahrraddemonstrationen, Blockaden, Picknicks und Demonstrationen an Kohlekraftwerken.

Die vergangenen 49 Wochen der Klimastreiks haben gezeigt, dass die ursprüngliche Form der Streiks alleine die Politik nicht überzeugen konnte, so die Bewegung. Mit den heutigen Aktionen wollten die Demonstrierenden am Freitag vor der Weltklimakonferenz deutlich machen, dass sie die Abkehr der Bundesregierung vom 1,5-Grad-Ziel nicht akzeptieren.

Hierzu eine unserer heutige Pressesprecherinnen, Annika Rittmann aus Hamburg: 

“Am Montag wird Merkel mit leeren Händen zur Weltklimakonferenz nach Madrid fahren. Dass sich Deutschland mit dem lächerlichen Klimapaket, dem verschleppten Kohleausstieg und den Vorschlägen zur Windkraft vom 1,5-Grad-Ziel verabschiedet, ist international eine Katastrophe. Die heutigen 630.000 Demonstrantinnen und Demonstranten in ganz Deutschland sind ein klares Zeichen gegen die Arbeit dieser Bundesregierung.”

Einer unserer Pressesprecher*innen, Quang Paasch, aus Berlin:

“Die Große Koalition hat mit ihrem Klimapaket versucht, unseren Protest unterzukriegen. Heute haben alle gesehen, dass dieser Plan gescheitert ist. Hunderttausende haben in ganz Deutschland gezeigt,  wie unzufrieden sie mit dieser Politik sind. Ich bezweifle, dass diese Regierung noch eine vernünftige Klimapolitik hinbekommen wird. Nach 50 Wochen Streiks sind wir noch weiter von Paris entfernt, als zuvor – mehr Zeit lassen wir nicht verstreichen!”

Die Aktionen kamen am gleichen Tag, an dem der Bundesrat sowohl die CO2-Bepreisung als auch die Flugverkehrssteuer billigten, den Rest des Klimapakets jedoch ablehnten. Mit diesen Entscheidungen käme Deutschland nicht näher an die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels heran, so die Aktivistinnen und Aktivisten. Deshalb kündigten sie für morgen ebenfalls eine Demonstration am Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Lausitz an. Neben den Protesten der Klimagerechtigkeitsbewegung “Ende Gelände” wird FridaysForFuture an einer solidarischen Aktion teilnehmen, um so auf den verschleppten Kohleausstieg aufmerksam zu machen. Die Vorschläge, die aktuell in der Ressortabstimmung liegen, würden den Ausbau der Windenergie faktisch unmöglich machen. Dies hätte zur Folge, dass die für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens ohnehin zu niedrigen Ziele der Energiewende nicht mehr erreichbar wären.

 

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