Montag, 19. November 2018
Solidaritätsanzeige

atomkraft nein dankeIn den frühen Morgenstunden des heutigen 1.September gelang es Anti-Atom-Aktivist*innen einen Urantransport aus Hamburg auf seiner Fahrt nach Frankreich für mehrere Stunden zu stoppen. Sie seilten sich von der rund 140 Meter hohen Moseltalbrücke bei Koblenz ab und blockierten so die darunter liegende Zugstrecke.

Die Bundespolizei Koblenz verbreitete auf Twitter allerdings, dass sich auf der Strecke ein normaler Güterzug befunden habe. Die Rhein-Zeitung meldete mit Bezug auf die Bundespolizei, es sei nicht nur ein falscher Zug gestoppt worden, der fragliche Urantransport sei außerdem bereits früher gefahren. Das ist nach Ansicht der Atomkraftgegner jedoch eine Falschmeldung. Der Urantransport sei gegen 9.00 Uhr in Koblenz-Goldgrube gesehen und auch fotografiert worden, die Bilder davon wurde auf Twitter veröffentlicht.

»Natürlich hat der Stopp eines Atomtransportes zwangsläufig auch Auswirkungen auf andere Züge auf der blockierten Strecke. Dennoch haben wir heute einen Urantransport für mehrere Stunden blockiert«, so eine Beteiligte. Warum die Bundespolizei und die Rhein-Zeitung diese Falschmeldungen verbreiten, könne sie nur vermuten. »Möglicherweise geht es darum, legitimen und wichtigen Widerstand als unprofessionell und unwirksam zu diskreditieren.« Auch der SWR übernahm die Darstellung der Polizei, doch »keine*r der Journalist*innen hat versucht, uns zu kontaktieren und nachzufragen. Hier wurde blind der Darstellung der Polizei Glauben geschenkt«, so die Aktivist*innen.

Der Transport mit Uranerzkonzentrat aus Namibia war auf dem Weg vom Hamburger Hafen zur Konversionsanlage in Narbonne-Malvesie (Frankreich) am Mittelmeer. Dort soll das Uranerzkonzentrat umgewandelt werden, um später für den Einsatz als Brennstoff in AKW angereichert werden zu können. Den Betreibern zufolge werden in Narbonne 25 Prozent des weltweiten Bedarfs an Uran konvertiert. »Die Anlage ist nicht nur eine dauerhafte Umweltkatastrophe, sondern auch der Beginn der Atomspirale in Europa«, so eine der Aktivist*innen, »Wenn wir den Prozess stoppen wollen, müssen wir verhindern, dass Uran überhaupt an der Konversionsanlage ankommt. Dazu gehört es, die in weiteren Produktionsschritten folgenden Uranverarbeitungsanlagen in Gronau und Lingen stillzulegen.«

Die Blockierenden kritisieren, dass gerade die Verarbeitungsschritte auf dem Weg zum AKW Verstrahlung großer Gebiete und vieler Menschen bedeuten, auch im Normalbetrieb ohne sogenannte Störfälle. Große Mengen radioaktiven Materials befinden sich unter freiem Himmel und radioaktive Stoffe verteilen sich in Luft und Wasser. Besonders in den Abbaugebieten sterben viele Menschen, damit überall Atomanlagen betrieben und gebaut werden können. Aber auch in Narbonne lagere radioaktives Material in Schlammseen neben der Anlage und wird durch den Wind verteilt. »Bei der Atomenergie geht es vor allem um Macht und Geld. Staaten finanzieren, um Zugriff auf Atomwaffen und damit Einfluss auf die Welt zu haben, Unternehmen wollen Gewinn. Um sinnvolle Energieversorgung geht es dabei nicht.«

Weitere Informationen: urantransport.de

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