Donnerstag, 18. Januar 2018
Solidaritätsanzeige

Audimax der Uni Marburg besetztNach einer studentischen Informations-Vollversammlung am gestrigen Donnerstag im Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg haben rund 100 Studierende die Initiative ergriffen und die zweite Etage des Hörsaalgebäudes besetzt. Die BesetzerInnen des AudiMax sehen ihren Protest als Teil der »weltweiten Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung«, wie sie in einer Pressemitteilung schreiben.

International Students MovementInternational Students MovementSeit Jahren erleben Menschen auf der ganzen Welt wie Studiengebühren sprunghaft  ansteigen und infolge dessen viele noch Jahre nach ihrem Abschluss verschuldet sind. Seit einiger Zeit ist die Präsenz von Unternehmen an (Hoch-)Schulen stark angestiegen.  Öffentliche Bildungseinrichtungen geraten verstärkt unter den Zugzwang wirtschaftlicher Zwänge. Sie werden zunehmend in Wirtschaftsunternehmen umstrukturiert, in denen Studierende, SchülerInnen, Lehrkräfte und sonstige Angestellte kaum noch Mitspracherechte haben. Der Kundenstatus der Studierenden - und vermehrt auch der SchülerInnen - schafft eine Atmosphäre, die dem autonomen Lernen grundsätzlich widerspricht. Menschen weltweit leiden unter den Auswirkungen permanenter Haushaltskürzungen sowie dem immer größer werdenden Einfluss (privat-)wirtschaftlicher Interessen im öffentlichen Bildungsbereich.

Der nächste Schulstreik ist am 17. NovemberDer nächste Schulstreik ist am 17. NovemberIm Juni diesen Jahres demonstrierten rund 300 000 SchülerInnen und Studierende im gesamten Bundesgebiet für ein besseres Bildungssystem. Schulen wurden bestreikt, Universitäten und Rathäuser teilweise besetzt. In vielen Städten wurden diese Aktionen von Gewerkschaften, der Gewerkschaftsjugend, verschiedenen Parteien und Eltern- und Lehrerverbänden unterstützt. Dies hat gezeigt, dass Bildung nicht nur ein Anliegen von SchülerInnen und StudentInnen ist, sondern, dass sich der Protest gegen die herrschenden Zustände im Bildungswesen auf immer größere Teile in der Gesellschaft ausweitet. Auch in Augsburg wurde der Schulstreik am Vormittag des 17. Juni von der DGB-Jugend unterstützt. »Wir Azubis und junge Arbeitnehmer stehen hinter den Forderungen und Aktionen der streikenden SchülerInnen und StudentInnen, denn wir waren alle selber einmal Schüler und wissen daher wie Schule ist. Deshalb wollen wir nicht, dass unsere Kinder auch einmal unter solch miserablen Umständen ausgebildet werden müssen«, sagte damals der DGB-Jugendsekretär für Südbayern, Radoslav Keric.

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