Montag, 20. August 2018
Solidaritätsanzeige

Deutscher Freidenker-VerbandDeutscher Freidenker-VerbandDer Deutsche Freidenker-Verband verurteilt in schärfster Form die massenhaften Ver­gehen und Straftaten, die von Würdenträgern insbesondere der Katholischen Kirche gegen junge Menschen begangen wurden.

Erst durch Einzelbeispiele, die mehr oder weniger zufällig an die Öffentlichkeit kamen, wurde eine Lawine von Enthüllungen ins Rollen gebracht, die ein unerhörtes Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch offenlegt. Diese sind seit Langem in kirchlichen Institutionen und klerikalen Bil­dungseinrichtungen an der Tagesordnung.

Bildungsproteste gegen weiterBildungsproteste gegen weiterDas Bündnis »Kultusminister nachsitzen!« erwartet für Donnerstag (10.12.) einen geballten Protest gegen die Bildungsmisere. Anlässlich der in Bonn tagenden Kultusministerkonferenz wollen aus ganz Deutschland Studierende, Schüler, Auszubildende, Erwerbslose, Gewerkschaften und andere nach Bonn kommen, um einerseits gegen das völlig defizitäre Bildungssystem zu demonstrieren und andererseits durch Blockaden die Kultusminister »nachsitzen« zu lassen. Zudem hat der Hochschullehrerverband die Studierenden zur Teilnahme aufgerufen und alle Dozierenden gebeten, an diesem Tag auf Anwesenheitsüberprüfungen und Prüfungen zu verzichten. Von Mainz wollen etwa 600 Menschen mit einem Schiff die Kultusministerkonferenz entern.

500 Schülerinnen und Schüler zogen lautstark und kämpferisch durch Wuppertal. Die Demonstration, organisiert vom Wuppertaler Schülerstreikbündnis, ist für die Aktiven ein erster Erfolg nachdem es in den letzten Jahren sehr ruhig geblieben war, obwohl die Verschlechterungen im Bildungssystem auch in der armen Wuppertaler Kommune zu spüren sind.

Am gestrigen Montagabend fand im Audimax der Universität Paderborn die zweite Podiumsdiskussion zwischen der Universitätsleitung und den Studierenden statt. Nach einer dreistündigen Diskussion blieben auch diesmal bedauerlicherweise viele Fragen unbeantwortet.

Bildungsstreik in WuppertalBildungsstreik in WuppertalDer rote Kanal: Videos vom Bildungsstreik - Hier klicken +++ Bundesregierung: Nach den Protesten von über 80.000 Studierenden und SchülerInnen in vielen Städten hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan eine Bafög-Erhöhung in Aussicht gestellt. »Ich halte eine Bafög-Erhöhung für richtig und werde sie den Ländern und dem Bundeskabinett vorschlagen«, sagte die CDU-Politikerin der »Berliner Zeitung«. +++ Jena: "Radio Utopie" meldet, dass die Polizei in das Uni-Hauptgebäude am Fürstengraben eingedrungen ist und versuchte, die dort versammelten Studierenden die der Hochschulleitung ihre Forderungen vortragen wollten, mit Gewalt auseinanderzutreiben. Aussagen von Augenzeugen zufolge kam es dabei von Seiten des Sondereinsatzkommandos zum Einsatz von Pfefferspray, das den DemonstrantInnen direkt ins Gesicht gesprüht wurde. Einige Teilnehmer der Demonstration wurden festgenommen. Die Studenten forderten die Freilassung und bewegten sich nicht vom Fleck. Erst nach der Freilassung ging die Demo weiter. +++ Bayern: Polizei schätzt die TeilnehmerInnenzahl des Bildungsstreiks im Freistaat auf 11.500 +++

Bildungsstreik 2009Bildungsstreik 2009Seit einer Woche haben Studierende begonnen, zentrale Hörsäle in Hochschulen wie Potsdam,  Münster, Heidelberg, Marburg, München, Paderborn, Darmstadt, Mönchen-Gladbach, Greifswald, Dresden und Tübingen zu besetzen. Weitere Besetzungen sind geplant. Der Bundesweite Bildungsstreik hat damit eine neue Qualität erreicht. Dies zeigt, dass die Betroffenen sich weiterhin wehren und für eine freie, selbstbestimmte Bildung zu kämpfen bereit sind.

SDAJSDAJBereits im Juni diesen Jahres stand für 270.000 SchülerInnen fest: dieses Bildungssystem können wir uns nicht mehr leisten. Seit Jahren werden unsere Schulen kaputt gespart, während PolitikerInnen von der Bildungsrepublik schwafeln. Wir werden immer noch nach der vierten Klasse auf die verschiedenen Schultypen aufgeteilt, obwohl die BRD dafür sogar von der UNO kritisiert wurde. Und immer noch haben Kinder aus armen Familien in diesem Bildungssystem das Nachsehen. Wer arm ist hat kaum eine Chance auf einen höheren Schulabschluss.

Bildungsstreik im Juni - Fortsetzung im NovemberBildungsstreik im Juni - Fortsetzung im NovemberÜber 270.000 SchülerInnen und Studierende beteiligten sich im Juni an Protesten gegen das neoliberale Bildungssystem. Für den 17.11. planen Gruppen in rund 20 Städten erneut Schul- und Bildungsstreiks als Auftakt für einen »heißen Herbst«. Schon in den letzten Wochen wurden Hörsäle der Uni Wien, der TU Graz und mehrerer deutscher Universitäten besetzt. Bei Großdemonstrationen in Wien forderten anschließend über 40.000 Menschen eine bessere Bildung.

Unibesetzung in MarburgUnibesetzung in MarburgAm Donnerstag abend ist das Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg im Anschluss an eine Informationsveranstaltung der Bildungsstreik-Initiative Marburg von Studierenden besetzt worden. Durch diese Aktion wurde ein Freiraum geschaffen, dessen Nutzung den Studierenden zu Gute kommen und die Diskussion über Bildung vorantreiben sollte.  Der Freiraum war für alle Interessierten offen, die sich mit der zunehmenden Ökonomisierung, Bürokratisierung und Hierarchisierung der Universität auseinandersetzen wollten. Über Nacht  bildeten sich Arbeitskreise und begannen, inhaltlich zu arbeiten, um konstruktive Vorschläge für die Lösung der Konflikte zwischen Universitätsleitung und Studierenden zu entwickeln.
Noch heute Morgen erklärte die Pressesprecherin der Universität Marburg, Dr. Viola Düwert: »Da das Wochenende bevorsteht und keine Lehrveranstaltungen gefährdet sind, warten wir einfach ab.«

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