Dienstag, 17. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

In einem Offenen Brief haben Berliner Schüler miserable Bedingungen an Berliner Schulen kritisiert. Anlass ist ein bundesweiter Schulstreik am 17.11., zu dem allein in Berlin 5000 Menschen erwartet werden. „Mit diesem Brief greifen wir nur die eklatantesten Probleme auf. Sicherlich werden jedem Schüler in Berlin weitere Missstände auffallen“, so Susanne Frick, Schülerin und Aktivistin im Bündnis Bildungsblockaden einreißen. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut des Schreibens an den Berliner Bildungssenator.

Occupy EducationAm 17. November ist es wieder soweit: Bundesweit kommt es zu Demonstrationen, gemeinsamen Protesten von SchülerInnen, Auszubildenden, Studierenden, Eltern und Lehrkräften. Bildungsstreikbündnisse, Gewerkschaften, SchülerInnen- und Studierendenvertretungen, sowie politische Jugendorganisationen rufen unter dem Motto „Bildungsstreik für Solidarität und freie Bildung“ zu bundesweiten Aktionen auf.

Die LandesSchüler*innenVertretung Berlin kritisiert den Inhalt und die Art der Durchführung der Studie "Jugendliche als Opfer und Täter von Gewalt" des Kriminologischen Institutes Niedersachsen (KFN), die am 19.10.2011 vorgestellt wurde. Bei der Befragung sollten ca. 5.000 Schüler_innen von Berlin Stellung beziehen zu solchen Fragen wie Gewalt in der Familie und in der Schule, Religionszugehörigkeit, politische Ausrichtung und allgemeine Schulfragen. Bei der Befragung gab es erhebliche Datenschutzverstöße und  Missachtungen der notwendigen Einwilligungen der Eltern. Erst nach massiven Protesten von Schüler_innen und Eltern wurden die individuellen Schülernummern aus den Klassenbüchern nicht mehr kopiert und zusammen mit den Fragebögen erfasst. Dadurch waren eventuelle Zuordnungen von bestimmten Aussagen möglich.

Bildungsstreik 2010Rund 70.000 SchülerInnen und Studierende - und damit leider weniger als bei den vorherigen Aktionstagen - sind heute im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks in rund 70 Städten bundesweit auf die Strasse gegangen. Mit Demonstrationen, Aktionen, Kundgebungen und Besetzungen wendeten sie sich gegen die herrschenden Zustände im deutschen Bildungsbereich. Die grössten Demonstrationen fanden in Berlin, Dortmund, Stuttgart, Freiburg und Münster statt. Der Protest richtet sich vor allem gegen Studiengebühren und die  Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master. Die SchülerInnen und Studierenden fordern ausserdem mehr Mitbestimmung, freien Bildungszugang für alle, Lehr- und Lernmittelfreiheit und selbstbestimmtes Lernen statt starrer Lehrpläne. Die Protestierenden unterstützen auch die für Sonnabend geplanten Großdemonstrationen in Stuttgart und Berlin unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise«.

Bildungsstreik AachenWie das Bildungsstreikbündnis Aachen mitteilt, ist es am gestrigen Montag zu Provokationen von Neonazis gegen das Protestcamp des Bündnisses am »Super C«, dem Service-Zentrum der RWTH Aachen, gekommen. Mit mehreren Schlägertrupps zogen die Faschisten durch die Pontstraße und die umliegenden Straßen des Camps. Dabei kam es auch zu Übergriffen auf Passanten, welche die Nazis als vermeintliche Teilnehmer des Protestcamps vermuteten. »Mit der massiven Bedrohung unseres Camps wollten die Nazis uns zum Aufgeben zwingen, doch wir lassen uns nicht von ihrem Terror vertreiben«, kommentieren Julia Merscheid und Jens Wegener vom Bündnis. Dieses Beispiel zeige einmal mehr, wie Nazis mit politisch Andersdenkenden umgehen und delegitimiere die Behauptung, dass Nazis bloß ein unangenehmer Teil der Demokratie seien.

Bildungsstreik in ZeltenAm frühen Montagmorgen haben Studierende und SchülerInnen im Rahmen des Aachener Bildungsstreiks den Vorplatz des SuperC, das Service-Zentrum der RWTH Aachen am Templergraben 57, besetzt. Das hier entstandene einwöchige Protestcamp findet im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks statt. Das Camp soll die Öffentlichkeit über die desolaten Zustände im Bildungssystem informieren. Mit Hilfe von öffentlichen Plena, Vorlesungen und Workshops möchten die BesetzerInnen einen Einblick in die täglichen Probleme von SchülerInnen, Auszubildenden und Studierenden ermöglichen.

Marx 2010! in JenaNa gut, in Wirklichkeit ist er ja nie in Jena gewesen. Aber die Tatsache, dass er 1841 an der Universität Jena mit seiner Arbeit »Zur Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie« in absentia zum Doktor der Philosophie promoviert wurde, war der Universitätsleitung zu DDR-Zeiten immerhin eine Büste mit entsprechender Aufschrift wert. 1989 wurde dann nicht nur die zugegebenermaßen etwas monumentale Büste aus der Uni verbannt, sondern seine Lehren mitsamt Lehrpersonal gleich mit.

Im Juni soll der nächste Bildungsstreik stattfindenNach Ansicht von Studierenden und SchülerInnen ist der Bologna-Kongress des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Kultusministerkonferenz (KMK) gescheitert. »Die politisch Verantwortlichen haben weder ein Konzept zur Lösung der Bildungsmisere, noch verbindliche Absichtserklärungen vorgelegt. Es gab also nichts zu verhandeln, das die Protestierenden ernst nehmen könnten und ihre Forderungen erfüllen würde«, schreibt deshalb zum Beispiel das Bildungsstreikbündnis Aachen in einer Erklärung. Das aus SchülerInnen, Azubis und StudentInnen bestehende Bündnis will seine Aktionen deshalb mit »kreativem Protest« in der Woche um den 9. Juni 2010 fortsetzen.

Deutscher Freidenker-VerbandDeutscher Freidenker-VerbandDer Deutsche Freidenker-Verband verurteilt in schärfster Form die massenhaften Ver­gehen und Straftaten, die von Würdenträgern insbesondere der Katholischen Kirche gegen junge Menschen begangen wurden.

Erst durch Einzelbeispiele, die mehr oder weniger zufällig an die Öffentlichkeit kamen, wurde eine Lawine von Enthüllungen ins Rollen gebracht, die ein unerhörtes Ausmaß von Gewalt und sexuellem Missbrauch offenlegt. Diese sind seit Langem in kirchlichen Institutionen und klerikalen Bil­dungseinrichtungen an der Tagesordnung.

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