Sonntag, 23. September 2018
Solidaritätsanzeige

Opus Dei will Gymnasien eröffnenOpus Dei will Gymnasien eröffnenSeit Jahren ist in Potsdam die homophobe, klerikal-faschistische Struktur innerhalb der römisch-katholischen Großsekte »Opus Dei« (Wort Gottes) an Plänen für ein  Jungengymnasium beteiligt. Nach einem Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts, der dritten und damit letzten Instanz, ist nun entschieden: Das Schulprojekt ist zulässig. (Az.: BVerwG 6 C 6.12) Zwar ist der offizielle Antragsteller für das Gymnasiums die Kölner »Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft e.V.«. Aber im Hintergrund hat Opus Dei die Fäden in der Hand.

 

Ziel des Vereins ist die »Erziehung und Bildung nach dem christlich-katholischen Glauben zu fördern.« Die Homepage des Vereins bietet noch mehr: »Das christliche Menschenbild – jeder ist ein Ebenbild Gottes – und die katholische Glaubens- und Sittenlehre sind Grundlage aller Erziehungs- und Bildungsangebote, die ganzheitlich, personal und wissenschaftlich fundiert sind. (…) Soweit möglich, möchte die Fördergemeinschaft ihre Bildungsangebote geistlich durch Priester des Opus Dei, (www.opusdei.de) einer Personalprälatur der katholischen Kirche, betreuen lassen.« Großen Wert legt der Verein auf eine »geschlechtsspezifische Erziehung«.

Die Schuld an der heutigen Bildungsmissere trägt laut dem Verein der »Wunsch nach größerer Chancengleichheit« zu Beginn der 1970er Jahre. »Aus einer anerkannt leistungsstarken Schule für wenige (4% Abiturienten 1963) wurde eine Schule für viele (40% Abiturienten 2009). Darunter musste notgedrungen das Niveau leiden.« Der Verein setzt also weiter auf soziale Selektion und Elitenförderung! Gegen eine »Schule für alle«.

Horst Hennert ist Geschäftsführer des Vereins. Zugleich ist er Leiter des Opus Dei für Berlin-Brandenburg. So verwundert es nicht, dass er sich in einer Pressemitteilung zum Urteil zitieren lässt: »Es geht uns um das Angebot einer optimalen Bildung, die der Unterschiedlichkeit von Jungen und Mädchen gerecht wird«. Laut Hennert haben »Jungen (…) auch im Unterricht einen viel größeren Bewegungsdrang als Mädchen, denen es leichter fällt, stillzusitzen. Jungen sind im Durchschnitt in naturwissenschaftlichen Fächern stärker, Mädchen tun sich leichter mit Sprachen.«

Und jetzt soll es erst so richtig losgehen. Denn laut der Pressemitteilung ermöglicht die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes »nun die Gründung eines Jungen- und auch eines Mädchengymnasiums nicht nur in Potsdam, sondern grundsätzlich überall in Deutschland«.

Dem muss sich entgegengestellt werden!

Leicht redigiert übernommen mit freundlicher Genehmigung von DKP-queer

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