Donnerstag, 18. Januar 2018
Solidaritätsanzeige

Wieder einmal zeigt Rot-Grün, dass ohne ein linkes Korrektiv nichts läuft. Der im letzten Jahr vom links-grünen AStA beschlossene Tarifvertrag wird von den Jusos gebrochen. Danielle Lichère, damalige Vertreterin der Linken.SDS im AStA: »Wir hatten nach ausgiebigen Gesprächen mit VertreterInnen der Beschäftigten des Allgemeinen Studierendenausschusses AStA eine für alle gute tarifliche Lösung gefunden, die die Kluft zwischen den bestehenden Mitarbeiterverträgen und den Forderungen, die wir als Studierendenvertretung an Universität und Land stellten, überwand.«

 

Die Linke.SDS fordert die sofortige Anwendung des Tarifvertrags. »Seit Jahren fordern Studentenvertretungen eine Entprekarisierung der Studijobs, aber im Falle der Angestellten des Frankfurter AStA beibt es beim ‘Wein Predigen und Wasser Saufen.’ Das ist nicht nur ein Tarifbruch, sondern auch ein deutlicher Beweis für die verlogene, doppelzüngige Politik von Rot-Grün schon auf der kleinsten Ebene.«

Die Tariferhöhung um 2,8 Prozent und die Einmalzahlungen, die es bei den entsprechenden Landesbediensteten gab und die an die AStA-Angestellten hätten weitergegeben werden müssen, dürfen nicht länger vorenthalten werden. Der von Grünen und Sozialdemokraten gestellte AStA hat unter Beweis gestellt, dass  auch die Campus-SPD sich gegen soziale Gerechtigkeit und gerechten Lohn stellt. Gleichbehandlung ist für den sich selbst als »links« bezeichnenden AStA kein Kriterium: Während einigen übertarifliche Leistungen wie Urlaubsgeld, betriebliche Altersversorgung und vermögenswirksame Leistungen gezahlt werden, werden anderen nicht einmal die einmaligen Sonderzahlungen gewährt.

Nach Gutsherrenart möchte der Allgemeine Studierendenausschuss nach Ausscheiden der Linken.SDS wieder zur untertariflichen Bezahlung zurückkehren. Abgesehen von der 50-Cent-Anhebung des Stundenlohns 2008 sind die Löhne der meisten Angestellten seit 1994 unverändert, das ist ein Reallohnverlust von 25%. Angesichts dieser Umstände den Tarifvertrag nicht anwenden zu wollen oder zu verzögern, ist entlarvend. Dazu Danielle Lichère: '»Ich bin vom Vorgehen des sich als 'links' bezeichnenden AStA empört. Er bleibt weit hinter seinen eigenen Forderungen zurück und zeigt eine erschreckende Doppelmoral. Kurios ist auch die Salami-Taktik bei der Umsetzung des Tarifvertrags, bei der Georgio keine Ausrede zu dumm ist. So wird die Unterschiedlichkeit der Arbeitsfelder als Ursache angeführt für verschieden hohe 'Weihnachtsgelder', die bei den Bestverdienern im Asta bei 100% und bei den Einsteigerverträgen bei nur 40-60% liegen. Auch dass der 22-jährige Nasseh, der erst seit einem Semester in der Frankfurter Hochschulpolitik aktiv ist, sich nicht an Verträge und Vereinbarungen seiner Vorgänger gebunden fühlt, ist bestenfalls befremdlich, um nicht zu sagen dummdreist!«

Quelle: Die Linke.SDS Uni Frankfurt / RedGlobe

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