Kundgebung in Frankfurt. Foto: PWKundgebung in Frankfurt. Foto: PWObwohl der Deutsche Gewerkschaftsbund alle offiziellen Maidemonstrationen aufgrund der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr abgesagt hat, ist es am 1. Mai an vielen Orten der Bundesrepublik doch zu Kundgebungen, Demonstrationen und anderen Aktionen in der Öffentlichkeit gekommen. So versammelten sich in Hamburg GewerkschafterInnen auf dem Fischmarkt und vor dem Rathaus. Bundesweit hatten Initiativen außerdem unter dem Motto »Heraus zum 1. Mai« dazu aufgerufen worden, bei Beachtung der Infektionsschutzmaßnahmen auf die Straße zu gehen und so das Demonstrationsrecht zu verteidigen.

In Frankfurt am Main folgten so etwa 120 Menschen dem Aufruf von DIDF, DKP, SDAJ, SDS und anderen zu einer Kundgebung auf dem Paulsplatz. Mit dem nötigen Sicherheitsabstand zueinander befolgten sie so die Auflagen der Behörden. Verlesen wurde dort unter anderem der Bericht einer Krankenschwester über die dramatischen Arbeitsbedingungen in ihrem Beruf. Sie selber konnte nicht persönlich an der Kundgebung teilnehmen, da sie 24 Stunden Bereitschaftsdienst hatte. Einen Bericht zu dieser Kundgebung findet Ihr hier.

Mehrere hundert Menschen gingen in Leipzig unter dem Motto #NichtaufunseremRücken im Stadtteil Connewitz auf die Straße. Die Demonstration war Medienberichten zufolge von den Behörden kurzfristig genehmigt worden. Auch in München waren es nach Veranstalterangaben Hunderte Menschen, die sich an einer Demonstration beteiligten. Der Marsch wurde zwischenzeitlich von der Polizei aufgehalten, offenbar weil die Abstände zueinander nicht exakt genug eingehalten wurden. Als sich die Demonstranten in Zweierreihen ordneten, konnte der Zug seinen Weg fortsetzen.

1. Mai 2020 in Kubas Botschaft. Foto: Cubaminrex1. Mai 2020 in Kubas Botschaft. Foto: CubaminrexAuch in Freiburg demonstrierten rund 500 Menschen und folgten damit einem Aufruf der Antifaschistischen Linken. Einen Bericht von dieser Kundgebung findet Ihr hier.

Ein buntes Signal zum ersten Mai setzten die DiplomatInnen und MitarbeiterInnen der kubanischen Botschaft in Berlin. Entsprechend dem Aufruf in ihrer Heimat, den 1. Mai zu Hause und auf den Balkonen zu begehen, war das Botschaftsgebäude mit Fahnen, Bildern und Transparenten geschmückt. Über Lautsprecher liefen die Hymne des Karibikstaates, die Internationale und eine Rede, die Fidel Castro vor 20 Jahren auf der Maikundgebung in Havanna gehalten hatte.

Für den Abend waren in Berlin außerdem zahlreiche kleine Kundgebungen und Demonstrationen angekündigt, die sich vor allem in Kreuzberg spontan sammeln sollen. Die Behörden haben eine maximale Teilnehmerzahl von jeweils 20 Personen festgelegt. Trotzdem versammelten sich Medienberichten zufolge mehrere tausend Menschen zu verschiedenen Versammlungen. Die Polizei ging wiederholt gegen die Demonstrierenden vor.

 

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