Dienstag, 17. Juli 2018
Solidaritätsanzeige

etheconetheconethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie hat bei ihrer Kuratoriumssitzung am Samstag, 24. März, die nationalen und internationalen Massenmedien heftig kritisiert. »Die großen Medien sind auf Gedeih und Verderb der Profitorientierung des kleinen Kreises Ultra-Reicher unterworfen, die als Großaktionäre die herausgebenden Konzerne besitzen«, so ethecon-Vorstand Axel Köhler-Schnura. Im Zusammenhang mit diesen Medien seien Vokabeln wie »demokratisch«, »unabhängig« und »überparteilich« nichts als Augenwischerei.

Lucas ZeiseLucas Zeise»Lucas Zeise zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs« - unter diesem Motto schreibt der Wirtschaftswissenschaftler, Journalist und Publizist künftig regelmäßig in der Tageszeitung  »junge Welt«. Die Kolumne erscheint zum ersten Mal am morgigen Sonnabend, den 10. März. Der Autor, Mitbegründer der Tageszeitung »Financial Times Deutschland«, wird in Zukunft Ernstes und Lächerliches aus dem alltäglichen Wahnsinn der professionellen Renditejagd aufspießen und seine Sicht der Ding darstellen.

Besser echtes nehmen... Foto: dierk schaefer / flickr.comBesser echtes nehmen... Foto: dierk schaefer / flickr.comDie Verbraucherorganisation foodwatch wirft der zur Edeka-Gruppe gehörenden Supermarktkette Netto vor, mithilfe irreführender Werbeaussagen gestrecktes Hackfleisch zu überhöhten Preisen zu vermarkten. Auf www.abgespeist.de hat die Vereinigung eine E-Mail-Beschwerdeaktion an den Lebensmitteldiscounter gestartet. foodwatch berichtet, dass Netto unter der Eigenmarke »Viva Vital« eine »Zubereitung aus Hackfleisch gemischt mit pflanzlichem Eiweiß« vertreibt, die mit dem Hinweis auf angeblich »30 Prozent weniger Fett« vermarktet wird. Tatsächlich bestehe das Produkt jedoch aus 30 Prozent weniger Fleisch. Dieser Anteil werde ersetzt durch gefärbtes, schnittfest gemachtes Wasser. Entgegen der Werbeaussage enthalte es sogar mehr Fett als das meiste frisch durch den Fleischwolf gedrehte Hackfleisch von der Bedientheke, denn dafür werde in der Regel höherwertiges, mageres Fleisch verwendet. Im Vergleich zu reinem, verpacktem Hackfleisch verlange Netto für das »Pseudo-Hack« auch noch einen satten Aufpreis von mehr als 30 Prozent.

Wir machen uns die Welt wie sie uns gefälltWir machen uns die Welt wie sie uns gefälltIm VSA-Verlag (das Kürzel stand einst für »Verlag zum Studium der Arbeiterbewegung«) erschien im vergangenen November im Rahmen der Reihe AttacBasisTexte ein Buch von Anne Karrass und Steffen Stierle unter dem Titel »EuropaKrise - Wege hinein und mögliche Wege hinaus«. Den Inhalt des Werkes kennen wir nicht, aber das Cover, auf das wir heute per E-Mail aufmerksam gemacht wurden, schon. Zu sehen ist das Foto von einer Protestaktion der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) auf der Akropolis, dem Wahrzeichen Athens, im Mai 2010. Das Bild von den Transparenten mit der englischen und griechischen Losung »Völker Europas, erhebt euch« war damals um die Welt gegangen und hatte auch in Deutschland die Titselseiten zahlreicher Tageszeitungen geziert.

Wir dokumentieren nachstehend einen Kommentar der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« aus Luxemburg zur Nominierung von Joachim Gauck zum nächsten Bundespräsidenten:

Die politische Klasse der Bundesrepublik Deutschland ist verzweifelt. Innerhalb von weniger als zwei Jahren wurden zwei Bundespräsidenten verschlissen. Horst Köhler, der erfahrene Banker, stolperte über seinen naiven Sinn für Wahrheit. Während eines Interviews plauderte er aus, daß deutsche Soldaten auch für die Sicherung von Transportwegen von Rohstoffen für die deutsche Industrie zu sorgen hätten. Das ist keine Neuigkeit, wird aber eigentlich dem Volk nicht so deutlich gesagt. Der darauf folgenden öffentlichen Debatte fühlte sich Köhler nicht gewachsen und warf das Handtuch.

Gauckler unter sichGauckler unter sichSPD und Grüne haben sich mit CDU/CSU und FDP auf Joachim Gauck als neuen Bundespräsidenten geeinigt. Das bestätigten die Parteichefs der vier Kräfte heute abend im Berliner Kanzleramt. Damit ist Kanzlerin Merkel vor der aufmuckenden Fast-Drei-Prozent-FDP zurückgezuckt, die es anscheinend darauf anlegen wollte, sich an der Frage des Grüßaugusts zu profilieren und sich vorlaut für Gauck ausgesprochen hatte. Schon seit Tagen schreiben bereits die Medien, die in der ersten Reihe beim Sturz von Christian Wulff gestanden hatten, Gauck nach oben. "Bild" bestimmt in diesem unserem Land, wer unter ihr Bundespräsident sein darf.

Tagesschau vom 7.2., 14 UhrTagesschau vom 7.2., 14 UhrDie ARD-Tagesschau, das Flaggschiff des seriösen Journalismus, ist immer wieder stolz, Videoaufnahmen aus Syrien zeigen zu können. So auch heute in der 14-Uhr-Ausgabe. Als Korrespondent Jörg Armbruster aus Kairo über Kämpfe in der Stadt Homs berichtete, wurden kommentarlos Bilder von einer Strassenschlacht eingeblendet: Schwerbewaffnete Polizisten gehen gegen Menschen vor, die Fahnen schwenken (siehe Foto). Eine Erläuterung, was auf diesen Bildern zu sehen ist, folgt nicht.

Mit der gemeinsam gesungenen Internationale endete gegen 20.30 Uhr der offizielle Teil der Rosa-Luxemburg-Konferenz im Berliner Urania-Haus. Die Dolmetscherinnen und Dolmetscher hatten tapfer durchgehalten.

Zum Abschluß der Podiumsdiskussion »Sozialismus oder Barbarei – welche Rolle spielt Die Linke?« sagte jW-Chefredakteur Arnold Schölzel: »Ich erkläre mich für fast gescheitert bei dem Versuch, dieses Podium zu spalten. Die Trauer darüber wird aber überkompensiert durch das, was wir heute abend hier gehört haben.«

Immer stärker kontrollieren »modernisierte« Großgrundbesitzer die brasilianische Landwirtschaft. Darauf machte in seinem Referat der Vertreter der brasilianischen Landlosenbewegung »Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra« (MST), Geraldo Gasparin, aufmerksam.

Ihre ökonomische und ideologische Vormacht und Kontrolle über Markt und Preise für landwirtschaftliche Produkte basiere auf einem Klassenbündnis zwischen transnationalen Unternehmen, Finanzkapital, großen Medien und Latifundisten, welche die Commodities  (standardisierbare landwirtschaftliche Produkte) herstellen. Die 50 größten Agrarindustriebetriebe mit ausländischem und nationalem Kapital kontrollieren in Brasilien praktisch deren gesamte Produktion.

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