Donnerstag, 21. Februar 2019
Solidaritätsanzeige

Der Autor Wiglaf Droste und die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt beginnen an diesem Wochenende ein in der jüngeren Pressegeschichte ungewöhnliches Experiment: Der Dichter, Schriftsteller und Sänger wird ab Sonnabend täglich in der Zeitung einen Beitrag zu aktuellen oder sogar relevanten Ereignissen und Vorgängen veröffentlichen, ohne an ein Genre gebunden zu sein - vom Zweizeiler bis zum zwei Druckseiten umfassenden Essay.

Voll im LebenIm Oktober startete die Aktion Mensch ihre bundesweite Aufklärungskampagne »Voll im Leben« und setzte mit ihren Motiven auf Provokation. So zeigt ein Plakat den Fußballer Josip Jovanovic, der trotz Bein-Prothese mit nichtbehinderten Spielern auf dem Platz kickt, begleitet von dem Slogan »Voll behindert, nicht alle mitspielen zu lassen«. Ein weiteres Motiv bildet Carina Kühne ab. Eine junge Frau mit Down-Syndrom, die in einem Café bedient. Darüber: »Voll gestört, den Job nicht frei wählen zu können«. Dabei werden die Beiden nicht in inszenierten Situationen gezeigt, sondern in ihrem tatsächlichen Lebensumfeld. Gleichzeitig führte die 25-jährige Kühne ein Online-Tagebuch, das mehr als 4.000 Besucher regelmäßig verfolgten.

PopetownPopetownFür über 50 Prozent der Deutschen stellt der Papst keine moralische Instanz dar, an der man sich orientieren sollte. Das hat eine Umfrage unter 1.000 Erwachsenen ergeben, die das Wissensmagazin »P.M. PERSPEKTIVE« für die aktuelle Ausgabe »Vatikan« (04/2010 ab morgen im Handel) in Auftrag gegeben hatte. Gefragt wurde nach den Einstellungen zum Christentum und zu Papst Benedikt XVI. Für das Oberhaupt der katholischen Kirche dürfte besonders schmerzlich sein, dass sich sogar von den Katholiken nur jeder zweite am Urteil des Papstes orientieren mag, wenn es um Fragen der Moral und Ethik geht. Insgesamt gibt mehr als die Hälfte aller Befragten (59 %) an, dass der Papst für sie eher nicht, oder auf keinen Fall eine moralische Instanz sei, die Orientierung biete.

Virtuelle Parlamentspartei DKPVirtuelle Parlamentspartei DKPEiner unter dem Titel »Seitenblick« veröffentlichten Untersuchung von »webmarkets-today.de« zufolge wäre die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) klar in einem Bundestag vertreten, der sich aus der Reichweite der Parteihomepages ergibt. In dem »Online-Bundestag« könnten die Kommunisten demnach 9,8 Prozent der Sitze erreichen und lägen so vor den Grünen und der Linkspartei und nur knapp hinter der SPD. Stärkste Partei wären die Piraten, die »eine links-ökologische Partnerschaft mit DKP, ÖDP und der Tierschutzpartei eingehen« könnte, da diese Parteien zusammen 50.1 Prozent der Sitze im Online-Bundestag inne hätten. Kein Wunder also, dass Mitglieder der ansonsten nicht gerade erfolgsverwöhnten Partei dieses Ergebnis begeistert herummailen.

Die RapidShare AG hat ein weiteres Berufungsverfahren gegen den Filmvertreiber Capelight Pictures gewonnen. RapidShare hatte gegen eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Düsseldorf aus dem vergangenen Jahr Berufung eingelegt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat diese einstweilige Verfügung nun unter Abänderung des ursprünglichen Urteils aufgehoben. Gegenstand des Streits war die Frage, ob RapidShare alles dem Unternehmen Zumutbare unternommen habe, um gegen die rechtswidrige Verbreitung des von Capelight Pictures vertriebenen Films »Inside a Skinhead« über die Server von RapidShare vorzugehen. Dies hat das Gericht bejaht.

Neues DeutschlandNeues DeutschlandWürde man die folgenden Zeilen in einer Rezension in der FAZ oder NZZ lesen, würde man seinen Kopf schütteln, sich jedoch nicht weiter wundern. Passen diese Zeilen doch in das ideologische Weltbild der bürgerlichen Presseorgane. Liest man sie jedoch in der »Großen unter den Linken«, einer Zeitung, die sich selbst als »sozialistische Tageszeitung« versteht, dann scheint etwas in dieser Redaktion falsch zu laufen. ... Doch er bewundert Lenin. Und er hält Elogen auf Fidel und Che. Unter Galeanos Händen verwandelt sich Diktator Castro in einen Ritter, »der immer auf Seiten der Verlierer kämpfte«. Und Guevara, der Henker von Havanna, erhält gar Züge des Messias: »Je mehr man ihn verfälscht, je mehr man ihn verrät, um so mehr wird er wiedergeboren.« ... Das Zitat stammt aus einer Rezension über Eduardo Galeanos neustes Werk »Fast eine Weltgeschichte. Spiegelungen« und erschien am Wochenende im Feuilleton der Tageszeitung Neues Deutschland.

Hinweis auf besonders schlechte AutofahrerHinweis auf besonders schlechte AutofahrerIn Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt, um die schlechten Fahrer schon von weitem zu identifizieren. Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen - unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtes Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen - Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.

Horst KöhlerHorst KöhlerBundespräsident Horst Köhler hat am Montag seinen Rücktritt erklärt. »Aus Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten« trete er mit sofortiger Wirkung zurück. Hintergrund sind offenbar Äußerungen Köhlers nach seinem jüngsten Besuch bei den deutschen Besatzungstruppen in Afghanistan. In einem Radio-Interview hatte er gesagt, im Notfall sei auch »militärischer Einsatz notwendig (....), um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege«. Das entspricht unter anderem den Verteidigungspolitischen Richtlinien, wie sie bereits Schröder/Fischer beschlossen hatten, aber es widerspricht den Lügen, mit denen der Einsatz in Afghanistan begründet wird.

Georg SchrammGeorg SchrammGeorg Schramm beendet im Juni nach 36 Folgen sein Engagement für die ZDF Live-Satire »Neues aus der Anstalt«. Schramm begründet den Rückzug aus der Fernsehunterhaltung mit seiner Entscheidung für seine Auftritte als Solokabarettist auf der Bühne. Um die erreichte Qualität des Live-Formates »Neues aus der Anstalt« halten zu können, dürften er und Urban Priol in der Vorbereitung der Sendung nicht nachlassen. Diesen hohen Zeit- und Kraftaufwand könne und wolle er aber neben der Arbeit an seinem Soloprogramm und der geplanten Tournee nicht leisten. Im vergangenen Jahr habe er zu Gunsten der Sendung auf seine Bühnenauftritte verzichtet.

Real time web analytics, Heat map tracking

Freie Radios auf Sendung

RedGlobe Links

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.