Montag, 18. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

Deutscher Freidenker-VerbandDeutscher Freidenker-VerbandDer Deutsche Freidenker-Verband (DFV) unterstützt die derzeit laufende Abstimmungsaktion der Friedensbewegung gegen die Verlängerung des Kriegsmandats für die Bundeswehr in Afghanistan. 50.000 afghanische Opfer dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges klagen die »westliche Wertegemeinschaft« an, so der Verband. Der neue »smarte« deutsche Kriegsminister zu Guttenberg bezeichnete gerade das massive Bombardement von Zivilisten durch die Bundeswehr als »angemessen«. Die Verantwortlichen dieses offensichtlichen Kriegsverbrechens gehören vor Gericht, fordert der DFV: »Wenn sich im Rechtsstaat Deutschland kein Ankläger findet, dann vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.«

Axel Köhler-Schnura mit Preisträger Uri AvneryAxel Köhler-Schnura mit Preisträger Uri AvneryUnter stürmischem Beifall im voll gefüllten Saal des Berliner Pfefferwerkes wurde gestern  der Blue Planet Award der Stiftung »ethecon« an den israelischen Journalisten und Friedensaktivisten Uri Avnery verliehen. Der 86jährige ehemalige Knesset-Abegordnete erhielt die Auszeichnung, ein kleines Original-Werk von Künstler-Legende Otto Piene - aus den Händen von Stiftungsvorstand Axel Köhler-Schnura für »seinen unermüdlichen und couragierten Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit«.

Fuldaer ErklärungFuldaer Erklärung»Auch wenn die Bundesregierung sehr bemüht ist, diesen Ausdruck zu vermeiden: In Afghanistan herrscht Krieg. Die Bundeswehr ist immer tiefer in ihn verstrickt. Die Anzahl der Soldaten wurde vor kurzem auf 4500 erhöht. Mit dem kürzlichen Besuch von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Afghanistan werden nun aus der CDU/CSU Fraktion Stimmen laut, die eine Erhöhung des Kontingents fordern. Der Verteidigungsexperte der CDU/CSU-Fraktion Ernst-Reinhard Beck kann sich sogar bis zu 10.000 deutsche Soldaten in Afghanistan vorstellen.« Das schreibt der DGB Fulda in einer Presseerklärung.

Truppen raus aus AfghanistanTruppen raus aus AfghanistanMit einer groß angelegte Abstimmungsaktion im ganzen Land will die Friedensbewegung den  Druck auf den Bundestag erhöhen, einer weiteren Verlängerung des Bundeswehreinsetzes in Afghanistan nicht zuzustimmen. Hierzu erklärten die beiden Sprecher der bundesweiten Kampagne »Truppen raus aus Afghanistan«, Reiner Braun und Peter Strutynski: »Der Afghanistan-Krieg geht inzwischen in sein neuntes Jahr. Der bisherige Verlauf des Kriegs und historische Erfahrung lassen heute nur einen Schlus zu: Dieser Krieg kann nicht "gewonnen" werden. Der schnellstmögliche Abzug der NATO-Truppen ist das Gebot der Stunde.«

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