Freitag, 22. März 2019
Solidaritätsanzeige

Gedenktafel an Thälmanns ehemaligem Wohnhaus in HamburgAm gestrigen Montag, 18. August 2014, jährte sich die Ermordung des früheren KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann durch die Hitlerfaschisten zum 70. Mal. In der einzigen noch existierenden Gedenkstätte für den standhaften Antifaschisten in seinem früheren Wohnhaus in Hamburg gedachten zahlreiche Menschen des von den Nazis Ermordeten.

Am 17. Juni 1953 fand in der DDR ein Aufstand statt. Arbeiter streikten, Aufständische versuchten, die SED zu stürzen, schließlich schlugen in der DDR stationierte sowjetische Truppen den Aufstand nieder. Zum 60. Jahrestag dieses Aufstands sehen wir auf allen Kanälen die herrschende Sicht auf die Ereignisse: Im Fernsehen, in der Zeitung, in der Schule. Bundespräsident Gauck, die großen Medienkonzerne und die Bundeszentrale für politische Bildung – eine Einrichtung des Innenministeriums – erklären uns, wie es angeblich wirklich war: Am 17. Juni 1953 erhoben sich die Menschen in der DDR gegen die kommunistische Unterdrückung, für Freiheit und Demokratie. Gegen diese verordnete Sicht wollen wir nur auf drei Tatsachen hinweisen.

Einladung zum Festakt - etwas angepasstDie »Sozialdemokratische Partei Deutschlands« feiert heute ihren 150. Geburtstag. Das bezieht sich auf die Gründung einer ihrer Vorläuferorganisationen, des  Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV), unter anderem durch Ferdinand Lassalle. Die eigentliche Gründung der SPD fand – damals als Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands – 1875 statt, als sich der ADAV mit der 1869 durch Wilhelm Liebknecht und August Bebel gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei vereinigte.

Auf ihrer Homepage präsentiert die SPD aus diesem Anlass eine Collage, auf der Bebel und Lassalle einträchtig neben Gerhard Schröder, Willy Brandt und Sigmar Gabriel zu finden sind. Es fehlt nicht nur der gegenwärtige Kanzlerkandidat dieser Partei, Peer Steinbrück, sondern es fehlen auch beispielsweise Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg – die beide sicherlich zu den prominentesten Mitgliedern in der Geschichte dieser Partei gehören.

Zeitungsmeldungen über die SDA - und eine Propagandabroschüre des SPD-ParteivorstandesAm heutigen Freitag jährt sich zum 60. Mal die Massenfestnahme von Mitgliedern der »Sozialistischen Aktion«, einem Zusammenschluss linker Sozialdemokraten und Sozialisten. Dazu hat uns Wolfgang Runge aus Hamburg, der zu den Betroffenen der Razzia gehörte, nachstehenden Aufsatz aus seinen Erinnerungen »Verfolgt – Verboten – Verschwiegen. Zur Geschichte der Sozialistischen Aktion (SDA) 1949 bis 1955« übersandt.

Vom 15.Oktober 1949 bis zu ihrer Selbstauflösung 1955 wirkte in der Alt-BRD eine Organisation von linken Sozialdemokraten und Sozialisten, die zum großen Teil noch in der SPD waren, z.T. aber auch schon durch den von Rechtssozialdemokraten beherrschten Apparat ausgeschlossen worden waren. Sie kann aus historischer Sich mit Fug und Recht als die zur damaligen Zeit größte Organisation von Linkssozialisten bezeichnet werden. Ihr Name war »Sozialdemokratische Aktion« (SDA), bis der SPD-Parteivorstand der SDA durch das Frankfurter Landgericht die Führung des Namens »sozialdemokratisch« untersagen ließ. Daraufhin nannte sich die Organisation »Sozialistische Aktion«. Sie gab eine Wochenzeitung »Unsere Aktion« heraus, die nach der Absplitterung einer von der USA finanzierten Gruppe dann »Sozialistische Aktion« hieß, sowie das Theorieorgan »Sozialistisches Forum« und die Jugendzeitschrift »Der junge Sozialist«.

Kundgebung am Thälmann-Denkmal in BerlinIn Berlin, Hamburg und Ziegenhals fanden an diesem Wochenende Kundgebungen zum Jahrestag der Ermordung des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann durch die Hitlerfaschisten statt. Der Kommunist war am 18. August 1944 auf direkten Befehl Heinrich Himmlers (»Thälmann ist zu exekutieren«) ermordet worden, nachdem er von den Nazis seit 1933 ohne Gerichtsverhandlung und Urteil gefangengehalten worden war. An ihn erinnern heute in Hamburg eine Gedenkstätte in seinem einstigen Wohnhaus an dem heute nach ihm benannten Platz sowie ein Denkmal in Berlin. Eine weitere Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin, die an die letzte illegale Tagung der KPD in Deutschland Anfang 1933 erinnerte,wurde 2010 abgerissen.

Bereits am Sonnabend fanden auch Kundgebungen in Berlin (Foto) und Hamburg stattLiebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitkämpfer

Heute wollen wir an Ernst Thälmann, seine Partei, seinen Kampf gegen Ausbeutung, Faschismus und Krieg erinnern. Aber vor allem wollen wir daran erinnern, dass von diesem Orte aus der organisierte Widerstand gegen den Hitler-Faschismus begann.

Der Name Thälmann ist verbunden mit dem Aufstieg der KPD zur Massenpartei sowie mit großen Massenaktionen in der Weimarer Republik. Früh machten Thälmann und die KPD auf die faschistische Gefahr aufmerksam. Antifaschistische Aktionen wurden durchgeführt, eine antifaschistische Massenorganisation gegründet.

Philipp Müller11.05., 17.30 Uhr Kranzniederlegung: Rüttenscheider Brücke (Rüttenscheider Str. / Wittekindstr.), Essen
11.05. 19.00 Uhr: Konzert Beats against militarism! Weststadthalle, Essen
12.05., 11.00 Uhr: Gedenkdemonstration für Philipp Müller: Rüttenscheider Brücke (Rüttenscheider Str. / Wittekindstr.), Essen

Vor 60 Jahren, am 11. Mai 1952, kamen 30.000 junge Menschen aus der ganzen Bundesrepublik in Essen zu einer Jugendkarawane zusammen. Die Jugendkarawane war eine gemeinsame Initiative von Jugendverbänden verschiedener politischer Richtungen. Sie demonstrierten gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands. Nur sieben Jahre nach dem Ende des Faschismus waren ihnen die Schrecken des Krieges mehr als bewusst. Sie alle hatten den Krieg selbst erlebt, hatten Angehörige, Freunde und ihr zu Hause verloren.

8. Mai 1945 - Tag der Befreiung8. Mai 1945 - Tag der BefreiungWährend LehrerInnen im Geschichtsunterricht und offizielle VertreterInnen der Bundesrepublik gerne von der deutschen Kapitulation reden, sprechen wir immer noch vom Tag der Befreiung. An diesem Tag haben die Deutschen keine schwere Niederlage erlebt – an diesem Tag wurde die schlimmste Herrschaft in der Geschichte Deutschlands beendet.

Schon kurz nach der Machtübertragung an Hitler wurden Mitglieder der KPD, SPD und der Gewerkschaften in Konzentrationslager verschleppt. Viele von ihnen haben den Tag der Befreiung nicht mehr erlebt. Der sogenannte Reichsarbeitsdienst, sorgte dafür, dass tausende Menschen zu Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen wurden, ohne Rechte, geschweige denn einer Vertretung in Form von Betriebsräten. Die Gewerkschaften waren zu diesem Zeitpunkt schon zerschlagen.

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