Samstag, 20. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Am Sonntag vor einer Woche  –  Neonazis machen Jagd auf Migranten nach Messerstecherei am Rande eines Stadtfestes

Eine Messerstecherei in der Nacht zum Sonntag am Rande des Stadtfestes war extrem rechten Gruppen willkommener Anlass für die Machtdemonstration auf Chemnitz’ Straßen. Ein 35jähriger war im Krankenhaus verstorben, zwei weitere Anwesende wurden verletzt. In den Konflikt waren nach ersten Ermittlungen der Polizei etwa zehn Menschen verwickelt. Der genaue Tathergang und die Hintergründe sind noch nicht bekannt.

Ein Aufzug von hasserfüllt-aggressiven Rechten beendete am Sonntag das Stadtfest in Chemnitz. Mit Fußtritten attackierten Neonazis und Hooligans Menschen, die sie für Migranten hielten, und jagten sie durch die Straßen. Auf im Internet kursierenden Videos ist zu sehen, wie mutmaßliche Ausländer grundlos angegriffen werden. Die in der Innenstadt marschierende Menge von etwa 1.000 Personen skandierte »Wir sind das Volk« und »Das ist unsere Stadt«. Einzelne Rufer peitschten die Pogromstimmung mit Parolen wie »Ausländer raus«, »elendes Viehzeug« und »deutsch, sozial und national« an. Die Polizei stand mehr oder weniger hilflos daneben …

Einen Tag danach am Montag  –  Eskalation in Chemnitz

Nach den rechten Ausschreitungen vom Sonntag sind am Montag in Chemnitz mindestens sechs Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei seien Feuerwerkskörper und Gegenstände geworfen worden. Gegen zehn Personen, die den »Hitlergruß« gezeigt haben sollen, werde ermittelt. …

Wieder einen Tag  drauf am Dienstag – Der Ministerpräsident verteidigt den Polizeieinsatz

Die erneute Eskalation von Gewalt in Chemnitz am Montagabend hat am Dienstag für heftige Kritik an der sächsischen Landesregierung und Polizei gesorgt. Diese verteidigten den Einsatz dennoch als erfolgreich. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landesinnenminister Roland Wöller (beide CDU) sprachen von einem »erheblichen Mobilisierungspotential«, dramatisch beschleunigt durch das Internet. ..,

Und erst am Mittwoch räumt der Ministerpräsident aufgrund des größer werdenden öffentlichen Drucks (auch aus Berlin) ein, dass seine Regierung und die Polizei die Lage völlig unterschätzt haben …

Dass die führenden politischen Kräfte in Sachsen und der Ministerpräsident die Dramatik dieser Auseinandersetzung tatsächlich begriffen haben, darf allerdings bezweifelt werden. Seit Jahren wurde von den Verantwortlichen die Rolle und das Gewicht der Extremen Rechten immer wieder herunter gespielt.


Quelle:

VVN-BdA Kreisvereinigung Nürnberg

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