Donnerstag, 13. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Karl MarxNach 147 Tagen sind am Sonntag in Trier die Karl-Marx-Jubiläumsausstellungen mit rund 160.000 Museumsbesuchen zu Ende gegangen. Seit dem 5. Mai, dem 200. Geburtstag von Karl Marx, konnten sich Besucherinnen und Besucher in drei Ausstellungen an vier Standorten ein neues Bild von dem großen Denker und Philosophen machen. Wie die zahlreichen positiven Stimmen in den Gästebüchern und das Ergebnis der Besucherbefragung bestätigen, ist diese politische Aufklärungsarbeit gelungen. Insbesondere der historisch-kritische und anschauliche Zugriff auf Leben und Zeit von Karl Marx, der Abbau von Berührungsängsten, die sinnhafte Gliederung des Ausstellungsrundgangs und die klug ausgewählten Exponate wurden gelobt.

„Wir schauen zurück auf ein faszinierendes Marx-Jahr 2018. In über 160.000 Besuchen informierten sich die Menschen in den Jubiläumsausstellungen über das Leben und Werk des berühmten Trierers Karl Marx. Rheinland-Pfalz, die Region und vor allem Trier wurde weltweit als attraktiver Ausstellungsstandort wahrgenommen. Dank der spannenden und ansprechenden Ausstellungen konnten wir neueste Forschungserkenntnisse über den historischen Marx, seine Ideen und sein Wirken vermitteln und zu intensiven Diskussionen anregen. Wir freuen uns über diesen großen Erfolg und können stolz sagen, dass das Marx-Jubiläum ein höchst erfolgreiches, internationales Kulturhighlight des Jahres 2018 war“, sagt Prof. Dr. Konrad Wolf, Kulturminister von Rheinland-Pfalz.

95.000 Besuche zählte allein die große Landesausstellung „Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT.“ im Rheinischen Landesmuseum Trier und im Stadtmuseum Simeonstift Trier. Die neu eröffnete Dauerausstellung im Museum Karl-Marx-Haus konnte ca. 52.500 Besuche verzeichnen und die Sonderausstellung „LebensWert Arbeit“ im Museum am Dom 13.200. Das vielfältige Angebot an Führungen durch die Ausstellungen wurde gut angenommen: Allein an den beiden Standorten der Landesausstellung wurden insgesamt 1.238 Führungen durchgeführt. Das umfangreiche und abwechslungsreiche Jubiläumsprogramm wurde mit 50.000 Kulturinteressierten sehr gut angenommen und fand internationale Beachtung. Noch nie haben in Trier so viele Institutionen zusammen an einem Projekt gearbeitet.

Die Besucherinnen und Besucher der Landesausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stand, kamen nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt nach Trier: von China und Indonesien über Polen und Großbritannien bis zu den USA und Chile. Auch prominente Gäste sahen die Ausstellung, darunter das niederländische Königspaar Willem-Alexander und Máxima, der Präsident der Europäischen Union Jean-Claude Juncker, Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, sowie Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz. Zu den beliebtesten Objekten zählten im Rheinischen Landesmuseum Trier die UNESCO-Weltdokumentenerbe, das persönliche Exemplar von Karl Marx „Das Kapital“ sowie die einzige erhaltene Seite der Urschrift des Kommunistischen Manifests aus der Hand von Karl Marx. Ebenso begeisterte die Installation zur kapitalistischen Produktionsweise, die sogenannte „Marx Maschine“. Im Stadtmuseum Simeonstift Trier faszinierte vor allem das einzig bekannte Jugendporträt von Karl Marx die Besucher, das in der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Die Landesausstellung war aus unserer Sicht ein Erfolg. Es gab in der nationalen und internationalen Presse viel Lob für Konzept und Umsetzung der Ausstellung. Auch die Gespräche, die wir mit vielen Besucherinnen und Besuchern geführt haben, waren fast durchweg positiv. Marx hat mobil gemacht – die Triererinnen und Trierer, aber auch viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, den Nachbarländern und aller Welt. Ich danke dem Land Rheinland-Pfalz für die großartige Unterstützung und den Mut, diese Ausstellung auszurichten, den beteiligten Museen für die geleistete Arbeit und allen, die sich am Rahmenprogramm beteiligt haben, für das Engagement und die Offenheit beim Umgang mit dem großen Trierer Sohn. Ich glaube, wir alle haben dank der Ausstellung viel über den Menschen Karl Marx und seine Philosophie im historischen Kontext gelernt“, sagt Wolfram Leibe, der Oberbürgermeister der Stadt Trier.

Für das Museum Karl-Marx-Haus, das sich über 400 Führungen freut, bilanzierte Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. und Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung: „Das Jubiläum hat unsere Erwartungen weit übertroffen: Wir wollten in dem Geburtshaus eine neue und spannende Ausstellung einrichten, in der sich Besucherinnen und Besucher ihr eigenes Urteil zu Marx bilden können. Wir sind begeistert von der Rekordbesuchszahl von mehr als 52.000 Personen und insbesondere von den positiven Rückmeldungen, die uns erreichen. Mit den Kooperationspartnern gemeinsam freuen wir uns auch über die Resonanz aller Ausstellungen und des Begleitprogramms in Trier während des Jubiläumsjahres. Es ist großartig, dass sich so viele Menschen jenseits der geläufigen Vorurteile mit dem Philosophen beschäftigt haben und wir wollen diese Arbeit im Museum Karl-Marx-Haus im nächsten Jahr erfolgreich fortführen.“

Auch das Museum am Dom ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Das Bistumsprojekt ,LebensWert Arbeit‘ war aufs Ganze gesehen ein großer Erfolg und ein wichtiger, aktueller Beitrag zum Karl-Marx-Jubiläumsjahr. In zahlreichen Veranstaltungen wurde für das Thema einer lebenswerten Gestaltung von Arbeit sensibilisiert. Die Ausstellung im Museum am Dom hat viele Besucher mit ihrer Qualität und Aktualität überrascht und begeistert“, sagt Markus Groß-Morgen, Direktor des Museums am Dom Trier.

Die Medienresonanz zu den Jubiläumsausstellungen war sehr gut. Das zeigen Berichterstattungen in renommierten und reichweitenstarken nationalen wie internationalen Medien, darunter arte, ZDF, ARD, FAZ, Süddeutsche Zeitung, taz, New York Daily News, La Stampa, Al Jazeera, BBC, ORF sowie zahlreiche chinesische Sender. Allein zur Eröffnungs-Pressekonferenz kamen rund 150 Journalisten aus der ganzen Welt. Die lokalen Medien und Medienpartner SWR und Trierischer Volksfreund berichteten umfassend über die Ausstellung. Mit letzterem wurde die „Karl Marx Zeitung“ umgesetzt, die besondere Einblicke in die Landesausstellung und hinter die Kulissen gab.

„Die Berichterstattung über das Karl-Marx-Jahr hat der Stadt Trier eine Vielzahl von weltweiten Nennungen gebracht, die man mit normalem touristischem Marketing niemals erreichen könnte. Die vielen neu entwickelten Ideen rund um Karl Marx sorgen dafür, dass die Stadt künftig neben ihrem römischen Weltkulturerbe ein weiteres touristisches Alleinstellungsmerkmal hat“, sagt Thomas Schmitt, Kultur- und Tourismusdezernent der Stadt Trier und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Ausstellungsgesellschaft mbH. So wurden eigens Führungen in der Stadt etabliert und ausgebaut, die sich mit Karl Marx und seiner Zeit in Trier beschäftigen. Diese werden auch nach dem Jubiläumsjahr weiterhin angeboten. Zudem kamen neue Zielgruppen, darunter Verbände und Individualbesucher, die an sozialkritischen Fragestellungen interessiert sind, nach Trier. Im ersten Halbjahr 2018 stieg die Zahl der Übernachtungsgäste im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Als Grund nennt die Trier Tourismus und Marketing GmbH auch das Karl-Marx-Jubiläum.

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