ver.di Hessen hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass Hessen seine Journalistinnen und Journalisten noch nicht für systemrelevant erklärt hat.

Landesbezirksleiter Jürgen Bothner: „Es ist jetzt sehr wichtig, dass wir seriöse Nachrichten bekommen und umfassende Informationen. Wer beschafft und präsentiert sie uns? Die Journalist*innen. Auf Facebook und Co können wir gerade wieder erleben, wie Aufhetzen in einer Krise funktioniert. Das macht unsere Journalist*innen nur noch wichtiger. Deshalb ist es nicht einzusehen, dass Hessen sie nicht zu den Berufsgruppen zählt, die zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens unverzichtbar sind. Damit haben die betroffenen Beschäftigten keinen Anspruch auf Kita- und Schulnotbetreuung. Wir fordern die Landesregierung auf, dies zu ändern.“

Bisher ist es nicht zu einer bundeseinheitlichen Regelung gekommen. Mehrere andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein haben allerdings bereits entsprechende Erlasse herausgebracht.

Der ver.di-Landesfachbereichsleiter Medien, Manfred Moos: „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es gerade in einer Krise, die so viel Unsicherheit und Ängste auslöst, ganz wesentlich darauf ankommt, eine verlässliche Berichterstattung, aber auch auch Bildungs- und Unterhaltungsangebote zu verbreiten. Deshalb muss sichergestellt sein, dass Journalistinnen und Journalisten möglichst problemlos ihrer Arbeit nachgehen können. Deshalb sollte der Katalog der systemrelevanten Berufe für Hessen erweitert und sie darin aufgenommen werden, um ihnen einen Zugang zur Notbetreuung ihrer Kinder zu ermöglichen.“

Quelle:

ver.di Landesbezirk Hessen

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