Samstag, 29. April 2017
Solidaritätsanzeige

Hamburg

Hamburger Bündnis gegen RechtsWie bekannt, hat das Umfeld, das den NSU unterstützt hat, heute zu einer Demonstration aufgerufen. Diese Demonstration wurde durch einen Beschluss des Verwaltungsgerichts in Hamburg-Wandsbek  genehmigt.

Dagegen hat sich breiter zivil-gesellschaftlicher Widerstand entwickelt. Ob über 220 unterstützende Organisationen des Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR), ob die Hamburger Erklärung oder die Veranstaltung „Hamburg bekennt Farbe“ auf dem Rathausmarkt.

Wasserwerfer gegen AntifaschistInnenDer braune Spuk in Hamburg ist vorbei, die Faschisten werden zu einem Großteil derzeit mit der Bahn nach Süden abtransportiert. Nur durch massive Polizeigewalt konnten sie heute überhaupt ein Stück durch die Stadt laufen - auf einer völlig anderen Strecke, als zuvor genehmigt. Statt durch Wandsbek wurden sie von der Polizei zum S-Bahnhof Hasselbrook gelenkt. Zehntausende Menschen protestierten gegen die Provokation der Nazis, davon rund 10.000 auf dem Rathausmarkt bei einem vom Senat veranstalteten Konzert, dessen politische Botschaft über weite Strecken hinter Musik und Fun zurücktrat. Etwa ebensoviele Menschen beteiligten sich nahe der Naziroute an den Blockaden und wehrten sich gegen die brutalen Übergriffe der Polizei, die versuchten, den Faschisten mit Pfefferspray, Schlagstöcken, Wasserwerfern und Reiterstaffeln den Weg freizuprügeln.

Deutsche Polizisten schützen die FaschistenMit aus naher Entfernung auf ungeschützte Menschen abgefeuertem Pfefferspray, Wasserwerfern, Reiterstaffeln und Knüppelattacken versucht Hamburgs Polizei seit Stunden, rund 500 Nazis den Weg durch den Hamburger Bezirk Wandsbek freizuprügeln. Bislang ist ihr dies nicht gelungen, jüngsten Medienberichten zufolge stehen die Faschisten noch immer an ihrem Ausgangsort herum, obwohl ihr Aufmarsch eigentlich schon um 12 Uhr beginnen sollte. Einer Meldung des freien Radios FSK zufolge gab es zuletzt Verhandlungen zwischen Nazis und Polizei über eine geänderte Marschroute. Zuletzt hiess es, die Braunen würden sich auf einen Abmarsch vorbereiten, allerdings wolle man noch warten »bis die Polizei den Weg freigemacht« habe.

Blockaden in HamburgIn Hamburg demonstrieren zur Stunde mehrere Zehntausend Menschen gegen eine Zusammenrottung von Neofaschisten im Bezirk Wandsbek. Nachdem am Morgen bereits rund 7000 Menschen an einer Demonstration des Hamburger Bündnisses gegen Rechts teilgenommen hatten, versammelten sich Polizeiangaben zufolge 10.000 Menschen zu einer vom Senat, den bürgerlichen Parteien und Organisationen veranstalteten Kundgebung unter dem Motto »Hamburg zeigt Farbe«. Zugleich versuchen in Wandsbek mehrere Tausend Menschen vor Ort, die Zusammenrottung der Nazis zu blockieren. Deren Zahl wird von Beobachtern mit 300 bis 500 angegeben. Bislang konnten sie noch nicht loslatschen, obwohl ihr Zug für 12 Uhr angemeldet war. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich am Auftaktort allerdings erst 30 Nasen eingefunden.

Antifaschistische AktionAntifaschistische AktionTausende Menschen - die Veranstalter sprechen von etwa 7000 - haben heute an einem Demonstrationszug des »Hamburger Bündnisses gegen Rechts« (HBgR) teilgenommen und sich damit gegen einen für heute geplanten Naziaufmarsch ausgesprochen. Zeitgleich nehmen derzeit Tausende Menschen an Kundgebungen nahe der von den Faschisten geplanten Route im Stadtteil Wandsbek teil. Dort soll die Zusammenrottung durch Massenblockaden verhindert werden. Die massiv vertretene Polizei ist Medienberichten zufolge bereits gewaltsam gegen die Antifaschisten vorgegangen, um deren Vordringen auf die von den Nazis geplante Strecke zu verhindern.

Kein Naziaufmarsch in Hamburg!Kein Naziaufmarsch in Hamburg!Für den 2. Juni planen Neonazis aus Norddeutschland unter dem Motto »Tag der deutschen Zukunft« in Hamburg ihre menschenverachtende und rassistische Ideologie auf die Straße zu tragen. Inzwischen rufen unterschiedlichen Organisationen und Bündnisse dazu auf am 2. Juni mit vielfältigen Aktionen gegen den Nazi-Aufmarsch zu protestieren. Den Aufruf »Internationale Solidarität statt völkischer Wahn« des Hamburger Bündnisses gegen Rechts (HBgR) haben inzwischen über 200 Organisationen und Gruppen unterzeichnet. Das Bündnis ruft dazu auf am 2. Juni mit Formen des zivilen Ungehorsam die Nazis zu blockieren und ihren Aufmarsch zu verhindern.

»Neben der großen Bündnisdemonstration, die um 9:30 Uhr auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz beginnt, wird es Massenblockaden dort geben, wo die Nazis laufen sollen«, so Olaf Harms vom HBgR. »Wir werden den Nazis keinen Meter Hamburgs Straßen geben, um ihre menschenverachtende und rassistische Gedanken zu verbreiten«, meint Kim Uhrig, ebenfalls im Bündnis aktiv. Wie in Dresden und anderen Städten in den letzten Jahren erfolgreich gezeigt wurde, geht es darum, sich auch in Hamburg durch Aktionen des zivilen Ungehorsams mit Massenblockaden den Nazis entgegenzustellen und sie zu blockieren.

Foto: René SenenkoFoto: René SenenkoMit einer kleinen Gedenkveranstaltung haben Hamburger FriedensaktivistInnen am Donnerstag an den 75. Jahrestag der Bombardierung der kleinen baskischen Stadt Gernika (Guernica) durch die deutsche Legion Condor erinnert. Dazu versammelten sie sich an dem 1938 von den Nazis nahe des Dammtor-Bahnhofs errichteten "Kriegsklotz", der symbolisch durch das berühmte Gemälde Pablo Picassos verhüllt worden war.

Die »Entführer« wurden von der Polizei abgeführtDie »Entführer« wurden von der Polizei abgeführtWir dokumentieren nachstehend die von der Informationsstelle Kurdistan (ISKU) verbreitete Pressemitteilung der »Entführer« einer Fähre im Hamburger Hafen. Die kurdischen Aktivisten hatten das Schiff am Donnerstag kurzzeitig besetzt, um auf den derzeit in Strasbourg und in türkischen Gefängnissen stattfindenden Hungerstreik von Kurden aufmerksam zu machen.

»Wir haben auf dem Schiff im Hamburger Hafen eine friedliche Protestaktion durchgeführt. Das Ziel war, unsere Solidarität mit den Hungerstreikenden in Straßburg und den mehr als 1000 kurdischen Hungerstreikenden politischen Gefangenen in der Türkei zum Ausdruck zu bringen. Sie befinden sich nach 50 Tagen Hungerstreik mittlerweile in Lebensgefahr.

Kein Platz für Nazis in HamburgKein Platz für Nazis in HamburgAm 2. Juni wollen Nazis aus NPD, »Freien Kameradschaften« und »Autonomen Nationalisten« unter dem rassistischen Motto »Tag der deutschen Zukunft - Unser Signal gegen Überfremdung« durch Hamburgs Innenstadt marschieren. Dagegen hat sich in der Hansestadt ein breites Bündnis aus inzwischen mehr als 130 Gruppen, Organisationen und Parteien gebildet, das sich den Faschisten entgegenstellen will. Es ruft zu einer Großdemonstration am 2. Juni um 9.30 Uhr am Gerhard-Hauptmann-Platz (Innenstadt) und zur Teilnahme an Blockaden der Zusammenrottung auf. Seit Ende letzter Woche mobilisiert das »Hamburger Bündnis gegen  Rechts« (HBgR) mit 10.000 Flugblättern und 5.000 Plakaten gegen den Nazi-Aufmarsch.

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