Die Beschäftigten in den unterschiedlichen Bereichen der Daseinsvorsorge machen seit vielen Jahren auf Personalmangel und schlechte Rahmenbedingungen aufmerksam.

Allein im Öffentlichen Dienst der Freien und Hansestadt Hamburg und ihren Unternehmen arbeiten etwa 100 000 Beschäftigte. Hinzu kommen unzählige Menschen in den ausgegliederten Dienstleistungen, wie z.B. Paketboten und soziale Zuwendungsbereiche.

Für viele von ihnen bedeutet die Corona-Krise nun erhebliche zusätzliche Belastungen über die Mängel der vergangenen Jahre hinaus - verursacht zum Beispiel durch fehlende Schutzausrüstung, durch mehr Arbeit, die mit weniger Personal gestemmt werden muss, oder auch durch eine völlig unsichere Zukunftsperspektive.

Ob Erzieherin, Entsorger oder Busfahrerin, ob in der sozialen Arbeit, in Kultur und Bildung oder in Ämtern wie dem Gesundheitsamt tätig:

Für ihre Arbeit haben die Beschäftigten mehr verdient als Sonntagsreden und Beifall.

Am 26.5. 2020 um 13:00 Uhr, Rathausmarkt

versammeln sich deshalb

Beschäftigte aus den verschiedenen Bereichen der Daseinsvorsorge und machen mit einer Kundgebung auf ihre Situation und ihre Forderungen aufmerksam.

Vor Ort werden u.a. Kolleginnen und Kollegen aus folgenden Bereichen anwesend sein:

NDR, Elbkinder-Kitas, Stadtreinigung, Bezirksämter/Gesundheitsämter, Behörden, HPA, JobCenter, Hochbahn

Gegen 13:30 Uhr werden die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im Rathaus einen Brief mit ihren Forderungen übergeben.

Diese sind unter anderem:

-        Hochwertiger und ausreichender Arbeitsschutz, z.B. durch Schutzausrüstung

-        Bedarfsgerechte Ausstattung mit Personal

-        Schutzschirm für die Daseinsvorsorge

In dem Brief heißt es:

Wir sind unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt, erleben erschwerte Arbeitsbedingungen und erfüllen trotzdem unsere Aufgaben. Wir, das sind die Beschäftigten in den Behörden und Ämtern, die der städtischen Betriebe, die der Ver- und Entsorgung, der Pflege, der sozialen Arbeit, der Kultur- und Bildungsarbeit und viele mehr.

Wir sind da für den Erhalt und die Festigung der Daseinsvorsorge - wir sind damit auch das Rückgrat unserer Demokratie. Wir sind die Ersten vor Ort, aber derzeit die Letzten, wenn es um Anerkennung und Zuwendungen geht. Das können und wollen wir nicht akzeptieren.“

Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksleiterin ver.di Hamburg:

„Die Corona-Krise zeigt - wie unter einem Brennglas - besonders deutlich, was wir schon lange wissen: Welch hohe Bedeutung die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in der Daseinsvorsorge für unsere Gesellschaft hat. Die Beschäftigten wissen die Wertschätzung, die ihnen die Bevölkerung entgegenbringt, sehr zu schätzen, doch von der Politik erwarten wir nun auch Taten und eine sichere Perspektive. Die neue Regierung wird gewählt und neu muss auch der Umgang mit der Daseinsvorsorge sein! In der Bürgerschaftssitzung am 27. Mai 2020, in der u.a. eine Debatte zum Schutzschirm auf der Tagesordnung steht, besteht also die Möglichkeit, erste Entscheidungen dahingehend zu treffen.“

Quelle:

ver.di Hamburg

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