Donnerstag, 16. August 2018
Solidaritätsanzeige

FAUFAUNur Tage nach der Verkündung eines Verdi-Tarifvertrags für das Kino Babylon in Berlin-Mitte durch die Geschäftsführung muss der Vertrag schon wieder in Frage gestellt werden: Bei einer Informationsveranstaltung der FAU Berlin am Freitag Abend zum Verbot, sich weiterhin als Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen, berichtete der Betriebsratsvorsitzende Matthias Schulz von den neuesten Entwicklungen im Babylon, dessen Geschäftsführer Tobias Hackel und Timothy Grossman das Verbot angestrengt hatten.

Gegen NazisGegen NazisIn der Nacht zum 14. Dezember 2009 attackierten vermutlich Neonazis in Berlin mehrere Einrichtungen und Lokale von linken und antifaschistischen Gruppen. Mindestens drei Objekte in den Bezirken Kreuzberg und Neukölln waren Ziel von Angriffen. Schaufenster wurden eingeschlagen und Nazi-Parolen geschmiert. Die Angriffe trafen die linke Kneipe »Tristeza« in der Pannierstraße und den »Projektraum Friedelstraße« in Berlin-Neukölln sowie den antifaschistischen Laden »Red Stuff« in der Waldemarstraße im Stadtteil Kreuzberg. Die Sprühereien trugen den Schriftzug »C4 for Reds« - gemeint ist damit der Sprengstoff C4. Diese Parole benutzen Nazis aus dem Umfeld der inzwischen verbotenen »Kameradschaft Tor« und der »Autonomen Nationalisten Berlin« seit einigen Jahren um damit vermeintliche Linke einzuschüchtern.

Nazi-Anschlag in NeuköllnNazi-Anschlag in NeuköllnZum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres haben unbekannte Täter am Wochenende einen Anschlag auf das Ladenlokal der Chile-Freundschaftsgesellschaft »Salvador Allende« e.V. im Berliner Stadtteil Neukölln verübt. Die Attentäter warfen eine Fensterscheibe ein, bei einer zweiten blieben ihre Versuche erfolglos, möglicherweise wurden die Täter von Passanten oder aufmerksam gewordenen Nachbarn gestört.

Im seit Monaten andauernden Arbeitskonflikt im Berliner Kino Babylon Mitte zeichnet sich Informationen der anarcho-syndikalistische Freien Arbeiterinnen- und Arbeiterunion (FAU) eine seltsame Entwicklung ab. Wie der Presse vom 3. September zu entnehmen so, so die FAU, lädt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Geschäftsleitung der Neuen Babylon GmbH nun zu Tarifverhandlungen. Dies erscheint der anarchistischen Gewerkschaft in verschiedener Hinsicht als »ominös«.

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