Montag, 15. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Mehr als 20.000 Menschen haben am Montag an der Revolutionären 1.-Mai-Demonstration in Berlin teilgenommen. Um 18:45 setzte sich die Demonstration am Oranienplatz in Kreuzberg in Bewegung und führte zunächst ungehindert durch das MyFest. »Die Teilnehmerzahl übertrifft unsere Erwartungen. Die große Beteiligung zeigt, dass zunehmend viele Menschen bereit sind, ihre Wut auf die Straße zu tragen. Entschlossen werden wir nun nach Hamburg fahren und uns gegen den G20-Gipfel stellen«, erklärt Marko Lorenz, Sprecher der Demonstration.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Revolutionären 1.-Mai-Demonstration standen die Verdrängung durch Mieterhöhungen und Wohnungsnot, der gesellschaftliche Rechtsruck in Europa sowie der im Juli in Hamburg stattfindende G20-Gipfel. »Unsere Demonstration war groß und kraftvoll, nun gilt es, dies in die alltäglichen Kämpfe einzubringen und uns gemeinsam mit unseren Nachbarn, Kolleginnen und Freunden gegen die alltäglichen Zumutungen im Kapitalismus zu wehren«, so Lorenz.

Wieder einmal ging die Polizei brutal gegen die Demonstration vor. Zwar hielten sich die Einsatzkräfte auf dem MyFest noch zurück. Doch ab der Reichenberger Straße wurde ein enges Spalier aufgezogen. Immer wieder provozierten die Polizisten die Demonstrant_innen. Auf der Pannierstraße griff die Polizei brutal die Demospitze an. Mit Fäusten schlugen die Uniformierten gezielt auf die Köpfe der Teilnehmenden ein. Es gab mehrere Dutzend Verletzte, zwei Menschen waren kurzfristig bewusstlos. Mehrere Demonstrierende wurden verhaftet. Auch am Spreewaldplatz kam es immer wieder zu brutalen Angriffen der Polizei.

Demosprecher Lorenz: »Die Polizei hat die Demonstration gezielt angegriffen. Wir verurteilen die massive Polizeigewalt auf das Schärfste. Es spielten sich Szenen ab, die wir aus autoritären Regimen wie der Türkei kennen. Die politische Verantwortung für die Eskalation trägt der rot-rot-grüne Senat. Es zeigt sich erneut, dass der Berliner Senat sich auf die Seite von Schlägern in Uniform stellt. Wenn einzelne Linke-Abgeordnete behaupten, die Polizei habe sich ›weitgehend zurückgehalten‹, so werden – bewusst oder unbewusst – die Lügen der Polizei wiederholt.«

Dennoch wertet das Vorbereitungsbündnis die diesjährige Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration als großen Erfolg. »Einmal mehr zeigt sich, dass Rechte nicht erbettelt werden, sondern erkämpft werden müssen. Wir sind vorbereitet, im Juli in Hamburg unser Recht auf Versammlung durchzusetzen, wenn Stadt und Polizei dies nicht gestatten wollen. Die Kämpfe gegen die erstarkte Rechte, gegen weiteren Sozialabbau und gegen eine Stadt der Immobilienspekulanten werden weitergehen.«

Quelle: Revolutionärer 1. Mai / RedGlobe

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