Am Freitag, dem 29. Mai 2020 findet ab 13.00 Uhr das erste Gespräch von Beschäftigten der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité mit der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci zum Corona- Krankenhauspakt statt.

Die neun von ver.di vorgelegten Punkte des „Corona-Paktes“ umfassen u.a. die Bereitstellung von ausreichend Schutzkleidung, engmaschige Tests sowie einen Belastungs-Zuschlag in Höhe von 500€/Monat für die Beschäftigten aller Berliner Krankenhäuser. „Gerade diejenigen, die seit Jahren Tag für Tag die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sichern und dabei schon des Öfteren an ihre Grenzen gehen mussten, sind nun aufgrund der Corona-Pandemie, durch das Aussetzen von Personaluntergrenzen und Verschlechterungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz, nochmal im Besonderen belastet“ sagt Silvia Habekost, Krankenschwester im Vivantes Klinikum Friedrichshain. Bereits am Mittwoch, dem 20. Mai 2020 übergaben ca. 50 Beschäftigte der landeseigenen Krankenhäuser Vivantes und Charité sowie deren Tochtergesellschaften symbolisch die neun Forderungen aus dem Corona-Krankenhauspakt vor dem Roten Rathaus. „Der Druck der Beschäftigten durch ihre Briefe an die Abgeordneten und den Berliner Senat wirkt“, so Melanie Guba, Gewerkschaftssekretärin des ver.di Landesbezirks Berlin-Brandenburg.

Die Initiative der Beschäftigten von Charité und Vivantes startete im März – zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Corona-Pandemie in Berlin – mit einer Unterschriften-Petition von über 4.500 Beschäftigten. „Wir möchten den Berliner Senat und auch Gesundheitssenatorin Kalayci weiterhin daran erinnern, wer in dieser Zeit das kaputtgesparte Gesundheitssystem in Berlin aufrechterhalten hat. Das sind neben den Beschäftigten der Mutter-Konzerne vor allem auch diejenigen in der Logistik, Reinigung, dem Labor oder auch der Speisenversorgung/Catering, die immer noch weit unter dem Tarif-Niveau der Mutter-Konzerne, in denen der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) gilt, vergütet werden. Es kann nicht sein, dass der rot-rot-grüne Senat diesen Zustand weiterhin – trotz seiner Verabredungen im Koalitionsvertrag – duldet und Beschäftigte teilweise mit einem Entgelt knapp über dem Mindestlohn abspeist. Teilweise erhalten selbst Beschäftigte innerhalb einer Tochtergesellschaft für die gleiche Arbeit über 500€ im Monat weniger. Nun liegt es an der Berliner Landesregierung, ihre politische Entscheidung endlich rückgängig zu machen und die Tarifflucht zu beenden“, stellt Daniel Turek aus der Charité CFM Facility Management GmbH, fest.

Quelle:

ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg

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