Sonntag, 25. Juni 2017
Solidaritätsanzeige

Rund 13.000 Menschen demonstrierten vom Frankfurter Tor nach Friedrichsfelde. Foto: André Scheer

Zehntausende Menschen haben am Wochenende in Berlin mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen gegen Imperialismus und Krieg demonstriert. Höhepunkt der Aktivitäten war das traditionelle Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht an der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde. Tausende zogen an dem großen Gedenkstein vorbei und legten rote Nelken nieder. An dem von linken Parteien und Verbänden organisierten Demonstrationszug beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 13.000 Menschen. Neben Mitgliedern zahlreicher Organisationen aus Deutschland waren auch Vertreter unter anderem aus der Türkei und Kurdistan, Spanien (und Katalonien), Tschechien, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Österreich und anderen Ländern zu sehen.

Die Großdemonstration der antiimperialistischen Linken in Deutschland, die alljährlich am zweiten Sonntag des Jahres stattfindet, wird von zahlreichen Organisationen zum Anlass für eigene Veranstaltungen genommen. Die größte ist dabei die von der Tageszeitung junge Welt organisierte Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz, die in diesem Jahr zum 20. Mal stattfand. Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem der Linke-Politiker Oskar Lafontaine und sein CDU-Kollege Willy Wimmer. Beide waren sich einig, dass dem Kriegskurs der gegenwärtigen Bundesregierung Widerstand entgegengesetzt werden muss. Mit rund 2300 Teilnehmer stellte die Konferenz einen neuen Besucherrekord auf. Die Säle platzten aus allen Nähten.

 

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), die im Rahmen der Konferenz ein eigenes »Café K« betrieben hatte, versammelte am Abend mehrere hundert ihrer Mitglieder und Sympathisanten zur traditionellen Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Veranstaltung. Der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele und der Chef der Partei der Arbeit Belgiens, Peter Mertens, bekräftigten die enge Zusammenarbeit ihrer beiden Organisationen. Zum anstehenden 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai werde die DKP daran erinnern, »dass Großkonzerne und Banken durch Tod und Zerstörung, durch Arisierung und Zwangsarbeit die Grundlagen für ihre heutige Größe legten«, so Köbele. Namentlich nannte er »die Deutsche Bank, Daimler und die Nachfolger der IG Farben: Bayer, BASF und Degussa.« In der BRD sei deren Macht 1945 ungebrochen gewesen, während sie in der DDR enteignet worden seien. »Und womit? Mit Recht«, sagte der DKP-Chef unter Applaus.

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