15 | 09 | 2019

Fluchtursachen bkämpfenDas Bündnis »Fluchtursachen bekämpfen« will am Samstag, 29. Oktober 2016, eine Demonstration zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg durchführen. Die Aktion, zu der bundesweit aufgerufen und mobilisiert wird, steht unter dem Motto »Fluchtursachen bekämpfen! Gemeinsam gegen Krieg, Rassismus, Sexismus und Ausbeutung«. Auftakt ist um 14:00 Uhr auf dem Jakobsplatz in der Nürnberger Innenstadt. Der Demonstrationszug geht über den Plärrer durch die Südstadt zur Allersbergerstraße und schließlich zu einer Abschlusskundgebung vor das BAMF. Die VeranstalterInnen der Demonstration rechnen mit der Beteiligung von vielen Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte, die an diesem Tag lautstark ihre Positionen zu den Themen Flucht, Fluchtursachen, Rassismus, Sexismus und rechte Hetze auf Nürnbergs Straßen tragen werden.

Das Bündnis »Fluchtursachen bekämpfen«, begann die gleichnamige Kampagne Anfang 2016. Die Kampagne will einen Beitrag gegen den Rechtsruck in Europa leisten. Sie richtet sich gegen die menschenfeindliche Asylpolitik hierzulande und gegen die mörderische Abschottung Europas, der Zehntausende im Mittelmeer und vor den europäischen Außengrenzen zum Opfer fallen. Die Kampagne soll deutlich machen, dass die Fluchtursachen wie Krieg, Hunger oder globale Umweltzerstörung letztlich im Wirken eines wirtschaftlichen Systems liegen, das nicht den Menschen dient, sondern dem Profit. Frauen haben häufig noch spezifische Fluchtgründe, die im weltweiten Fortbestehen des Patriarchats zu finden sind. Auch von den Gefahren auf der Flucht und den Repressalien und Schikanen gegen Geflüchtete in den Lagern und Unterkünften in Deutschland sind Frauen in besonderer Weise betroffen. Dem trägt die Demonstration dadurch Rechnung, dass der erste Block des Demozuges ein Frauenblock sein wird.

Eine Minderheit der weltweit über 60 Millionen Geflüchteten gelangt nach Europa. Hier angekommen, finden sich Flüchtlinge konfrontiert mit immer perfideren Abschottungsmaßnahmen, äußerst restriktiven Asylgesetzgebungen, behördlichen Schikanen, mit krakeelenden PolitikerInnen und einem mobilisierten rassistischen Mob. Viele von ihnen sehen sich dem Hohn ausgesetzt, dass die Staaten, aus denen sie wegen mörderischen Verhältnissen flohen, zum Zwecke der Abschottung zu »sicheren Herkunftsländern« erklärt wurden. Die Demonstration zum BAMF soll auch klar machen, dass es höchste Zeit ist aufzustehen gegen rassistische Abschiebe- und Abschottungspolitik.

Martin Schneider, ein Sprecher des Bündnisses »Fluchtursachen bekämpfen«, erklärt dazu: »Wir wollen am 29. Oktober mit unserer Demonstration zum BAMF ein deutliches Zeichen setzen. Nämlich, dass sich Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte nicht spalten und gegeneinander ausspielen lassen. Wir stehen gemeinsam ein für ein solidarisches Miteinander. Wir halten zusammen gegen Rassismus, Sexismus und Ausbeutung und wir stehen auf gegen die Ursachen von Flucht und Vertreibung.«

In mehreren Städten wird die Anreise zur Demonstration mit dem Bus organisiert, so etwa in Memmingen, Stuttgart, Frankfurt, Köln und Berlin. In zahlreichen weiteren Städten sind bereits Zugtreffpunkte für eine gemeinsame Anreise mit der Bahn vereinbart. Informationen zu den Bus- und Zugfahrten werden in Kürze unter www.fluchtursachen.tk erhältlich sein.

Das Bündnis »Fluchtursachen bekämpfen!« ruft auch dazu auf, bereits am 22. Oktober in München gegen das von der bayerischen Staatsregierung ausgebrütete »bayerische Integrationsgesetz« auf die Straße zu gehen und den Protestmarsch der Refugees vom Sendlinger Tor (Refugee Struggle for Freedom) zum BAMF in Nürnberg zu unterstützen. Wir erwarten die Ankunft von Refugee Struggle for Freedom am 20.10.16 um 19:00 Uhr in der DESI (Brückenstraße 22, 90429 Nürnberg).

Ständig aktuelle Informationen zu den Aktivitäten im Rahmen der Kampagne »Fluchtursachen bekämpfen«, zu einer Aktionswoche in der ersten Oktoberwoche und zu vergangenen Aktionen sind erhältlich unter facebook.com/fluchtursachen, twitter.com/fluchtursachenT und www.fluchtursachen.tk.

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