Montag, 10. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Nieder mit Kögida - Beispiel für die Proteste, hier in KölnKeine Zeit für Schläfrigkeit nach den Feiertagen: In zahlreichen Städten wollen heute Antifaschisten und andere Demokraten gegen die rassistischen »Pegida«-Hetzer aus Dresden und ihre Ableger in anderen Städten protestieren. Kundgebungen und Demonstrationen sind unter anderem in Dresden, Berlin, Stuttgart und Köln geplant. Das Spektrum der Aktionen reicht von Konzerten und Blockaden bis zur Entscheidung des Kölner Klerus, während der auf dem Platz vor dem Dom geplanten »Kögida«-Zusammenrottung die Außenbeleuchtung der Kirche zu löschen.

In der bisherigen »Hauptstadt der Bewegung« rufen die erprobten Antifaschisten des Bündnisses »Dresden Nazifrei « für heute zu zwei Aktionen auf. Ab 19 Uhr soll es eine von Unterstützern der Gewaltopfer vom 22. Dezember organisierte Spontankundgebung vor der Centrum-Gallerie (Eingang Prager Straße, bei Peek & Cloppenburg) geben. Nach der letzten »Pegida«-Demonstration waren einem Bericht des MDR zufolge rund 50 mutmaßliche Teilnehmer der rassistischen Kundgebung in das Einkaufszentrum gestürmt und hatte ausländisch aussehende Jugendliche attackiert (Bericht: Hier klicken). Außerdem wollen ab 20 Uhr Dresdener Künstler auf dem Postplatz einen symbolischen »Kehraus« gegen »Pegida« veranstalten.

 

Marschrouten der Antifaschisten (orange) und der Rassisten (braun) in Berlin. Grafik: Berlin gegen NazisIn Berlin wehren sich breite Bündnisse gegen die für heute im 18.30 Uhr erstmals angekündigte Zusammenrottung von »Bärgida« im Zentrum der Hauptstadt. Aufrufer ist hier ein »Patrioten e.V. «, hinter dem nach Angaben des Bündnisses »Berlin gegen Nazis« das Umfeld von Gruppen wie »German Defence League«, »Pro Deutschland«, »Die Freiheit«, aber auch offene Neonazis und und Sympathisanten von AfD und NPD stecken. »Als verängstigte Bürger_innen verharmloste Nazis und Rassist_innen mobilisieren seit Wochen zu Aufmärschen, die sich hauptsächlich gegen Geflüchtete und Muslime_a richten. Ängste vor dem Verlust von Privilegien und des eigenen sozialen Status werden geschürt, Sündenböcke erfunden und Betroffene gegeneinander ausgespielt«, heißt es in dem Aufruf des Bündnisses zu Gegenaktionen, der unter anderem von der Berliner ver.di unterstützt wird. Treffpunkte für Aktionen gegen die Bärgida-Kundgebung sind um 17.00 Uhr: Stralauer Straße/Jüdenstraße, Berliner Dom und Neptunbrunnen. Außerdem hat die Türkische Gemeinde zu Berlin eine Kundgebung »Gegen Pegida, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus« angemeldet. Deren Treffpunkt ist 18 Uhr am Brandenburger Tor.

Unter der Losung »Nieder mit Kögida« will das Bündnis »Köln stellt sich quer« gegen den dortigen Ableger der Rassisten auf die Straße gehen: »Es ist nicht einmal drei Monate her, dass mehrere tausend rechte Hooligans und Neonazis in Köln randalierten. Wir werden nicht zulassen, dass im Januar wieder ein rassistischer Mob durch Kölns Straßen zieht! Die erfolgreiche Verhinderung des sogenannten Antiislamisierungskongresses im Jahr 2008 und der PEGIDA/BOGIDA Demo in Bonn haben gezeigt, wie es geht. Durch entschlossene und vielfältige Aktionen stellen wir uns gegen „Pegida/Kögida“!« Treffpunkt der Antifaschisten, die den Umzug der Rassisten durch Köln verhindern wollen, ist um 17.30 Uhr an der Ecke Siegesstraße/Mindenerstraße in Köln-Deutz.

Rechtzeitig gegen rechts mobilisieren in Stuttgart »Die Anstifter« unter der Losung »Flüchtlinge sind willkommen! Gemeinsam gegen Pegida, Rassismus & Hetze«. Treffpunkt ist hier um 17.00 Uhr auf dem Schloßplatz. Auslöser für diese Kundgebung waren kurz vor Weihnachten bekanntgewordene Berichte, dass der von den Antifaschisten als »Stupida« bezeichnete schwäbische Ableger für den heutigen Montag einen Aufmarsch plane. Nach Angaben der »Stuttgarter Zeitung« ist eine solche Zusammenrottung bislang jedoch nicht angemeldet worden.

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