Montag, 24. September 2018
Solidaritätsanzeige

Jugendblock an der Spitze der Demo. Foto: RedGlobeJugendblock an der Spitze der Demo. Foto: RedGlobeDas war ein ganz klares, kunterbuntes und lautstarkes Nein gegen Rassismus und Hetze: Tausende Menschen haben sich am Samstag an den Demonstrationen und Kundgebungen gegen den Bundesparteitag der AfD beteiligt. Der Rathausplatz war rappelvoll, nachdem sich allein an der größten Demo von den Messehallen in die Innenstadt rund 5.000 Menschen beteiligt hatten.Bereits am Freitagabend hatte das Jugendbündnis mit einer Kundgebung und mehreren hundert Teilnehmern auf dem Rathausplatz für Stimmung gesorgt. Auch unser Hans-Beimler-Zentrum wurde zum Treffpunkt für Gäste aus anderen Städten, die sich den Rechten entgegenstellen wollten.

Am Samstag hieß es dann für alle Antifaschistinnen und Antifaschisten, früh aufzustehen, denn die Stadtwerke hatten es Gegnern der AfD nicht leicht gemacht. Ein Großteil der Nahverkehrslinien war stillgelegt worden, die Straßenbahnen wurden durch Busse ersetzt. So hieß es für viele, schon zur Auftaktkundgebung lange Wege in Kauf zu nehmen.

Ein massives Polizeiaufgebot sollte von Anfang an Störungen des AfD-Parteitages verhindern. Die Bilanz des Einsatzes der Uniformierten waren schon am Samstagmorgen drei durch Pfefferspray verletzte Demonstranten sowie drei vorläufige Festnahmen.

Entgegen mancher Befürchtungen verzichtete die Staatsmacht im Laufe des übrigen Tages allerding weitgehend auf Provokationen, so dass die Demonstration weitgehend ungestört ihren fünf Kilometer langen Weg von den Messehallen bis zum Rathausplatz nehmen konnte. Vielen Dank auch von uns an die Augsburger Feuerwehr, die sich zwischenzeitlich per Wasserschlauch solidarisierte und es angesichts der Temperaturen um die 30 Grad den Demonstranten ermöglichte, sich zu erfrischen und Wasserflaschen aufzufüllen.

Parallel zu der Demonstration von den Messehallen aus begann eine weitere Kundgebung am Gewerkschaftshaus. Dort formierte sich ein Zug, der am Theater vorbei und über den Königsplatz zur zentralen Versammlung auf dem Rathausplatz zog. Das Ensemble des Theaters zeigte sich ebenfalls solidarisch. Schauspieler rezitierten Bertolt Brecht und Elfriede Jelinek und sangen Lieder.

Schon zu diesem Zeitpunkt füllte sich der Rathausplatz deutlcih, und als schließlich die beiden Demonstrationen dort angekommen waren, war er voll. Etwa 7.000 Menschen dürften sich dort versammelt haben. Es war ein Meer bunter Fahnen und Transparente und eine fröhliche und friedliche Stimmung, wie den gesamten übrigen Tag auch. Es wäre den Veranstaltern der Kundgebung auf dem Rathausplatz – dem Bündnis für Menschenwürde und dem Stadtjugendring – nur zu wünschen gewesen, auf die Einladung an führende CSU-Politiker zu verzichten. Es war nachvollziehbar, dass viele Teilnehmer bei deren Auftritten ihren Unmut über die rassistische Politik der CSU deutlich machen wollten.

Augsburg hat ein imposantes Zeichen gesetzt, dass in unserer Stadt kein Platz für rassistische Hetzer ist. Wir sollten gemeinsam dafür sorgen, dass diese Stimmung auch den bevorstehenden Landtagswahlkampf prägt.

Quelle: Hans-Beimler-Zentrum / RedGlobe

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