Montag, 22. Oktober 2018
Solidaritätsanzeige

Die Antifaschistin Julia Pie wird am 5. Februar 2018 in der JVA Lübeck eine zweiwöchige Haftstrafe antreten. Ab 11:30 Uhr wird vor der JVA (Marliring 41, 23566 Lübeck) eine Kundgebung stattfinden. Die Aktivistin wurde vom Amtsgericht Kiel zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie im November 2016 eine Torte auf die AfD-Politikerin Beatrix von Storch geworfen hatte. Da sie sich entschieden hat, die Geldstrafe nicht zu bezahlen, muss sie nun eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen.

Laut Amtsgericht Kiel stellte der Tortenwurf auf Beatrix von Storch, welche Flüchtlinge als „barbarische, muslimische, gruppenvergewaltigende Männerhorden" bezeichnet, eine Beleidigung dar. Für diese Tat sollte Julia P. 150 Euro zahlen, aufgeteilt auf 15 Tagessätze a 10 Euro. Julia erklärt ihre Entscheidung, die Strafe abzusitzen, wie folgt: „Ich möchte durch das Absitzen der Strafe darauf aufmerksam machen, dass Strafe und Knast nicht dabei helfen gesellschaftliche Probleme zu lösen. Ich werde weiterhin mit Torten werfen, wenn sich PolitikerInnen wie Beatrix von Storch so menschenverachtend äußern.“

Bei der Kundgebung werden solidarische UnterstützerInnen aus ganz Schleswig-Holstein erwartet. Es wird einen Tortenwurf-Stand geben, bei welchem mit Rasierschaum-Torten auf Portraits von AfD-PolitikerInnen geworfen werden kann. Denn Torten zeigen klar: Eure Forderungen sind so lächerlich, dass wir es noch nicht mal in Erwägung ziehen mit euch zu reden.

Beatrix von Storch fällt immer wieder durch ihre menschenverachtenden Äußerungen auf. Derartige „Tabubrüche“ dienen dazu den gesellschaftlichen Diskurs nach rechts zu verschieben. Das Muster bei solchen inszenierten Skandalen ist im Kern immer gleich: Nach dem öffentlichen Aufschrei folgen Ausreden und Relativierungen.

Da verwundert es nicht, dass die Torte, die sie in Kiel im November 2016 bei einem Vortrag abbekam nicht ihre erste war. Bereits im Februar des Jahres 2016 eröffnete ein Clown des PENG!-Kollektivs den „Tortalen Krieg“. In Norwegen landete 2016 eine Person für einen Tortenwurf auf eine rassistische Politikerin gar 45 Tage lang im Gefängnis.

Bei der Veranstaltung in Kiel gab es daher erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Form eines massiven Polizeiaufgebots und Taschenkontrollen. Bei den Taschenkontrollen wurde ausdrücklich auf die Angst vor Torten hingewiesen. Als Julia P. daraufhin entgegnete, dass sie eine Torte dabei habe, hielten die TürsteherInnen dies für einen Scherz und ließen sie trotzdem herein.

Julia wird auf dem Blog http://subtilus.blogsport.de/anarchist-black-cross/tortenwerferin-im-knast/ über Erlebnisse im Gefängnis berichten.

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