Global gerecht statt G20Der Hamburger Senat lädt zum G20-Gipfel Donald Trump in sein Gästehaus ein, rückt für die Protest-Camps aber nicht eine einzige Wiese raus. Für die G20 wird die halbe Stadt gesperrt, aber jeder Protest und jede kollektive Meinungsäußerung in einer riesigen Zone von 38 Quadratkilometern verboten.

Wir als Hamburgerinnen und Hamburger sagen: Nicht mit uns! Wir wurden nicht gefragt, ob Trump, Putin, Erdogan und all die anderen nach Hamburg eingeladen werden sollen. Aber wir laden jetzt alle Menschen aus anderen Städten und Ländern nach Hamburg ein, die gegen den G20-Gipfel demonstrieren wollen. Die bessere Welt kommt nicht von oben, sondern von unten.

Wir werden nicht hinnehmen, dass Camps und Plätzen verweigert werden, um Menschen von der Teilnahme an Protesten abzuhalten. Das ist eine offene Missachtung unseres Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. Wir fordern, dass die Hansestadt Hamburg sofort Campflächen bereitstellt und mit den Vorbereitungskreisen der beiden Camps konstruktiv zusammenarbeitet.

Aber unsere Freundinnen und Freunde, die in der Woche vom 1. bis 8. Juli nach Hamburg kommen wollen, brauchen jetzt die Sicherheit, dass sie willkommen sind und ein Dach über dem Kopf haben werden. Deswegen rücken wir zusammen, stellen unsere Gästezimmer, unsere Sofas und Wohnzimmer, unsere privaten Flächen und Gärten, unsere Lagerhallen und Garagen, Kneipen oder Clubs zur Verfügung. Jedes Angebot hilft.

Wir rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, insbesondere diejenigen in den innenstadtnahen Stadtteilen, ob in der »Blauen Zone« oder nicht:

  • Tragt Eure Angebote für Betten und Gästezimmer in die Bettenbörse ein, die von Attac zur Verfügung gestellt wird: http://www.attac.de/kampagnen/g20-in-hamburg/bettenboerse/
  • - Meldet Eure Angebote für größere und kleinere Flächen, auf den gezeltet werden kann, für Garagen, Hallen, Clubs und ähnliches an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unser Protest gegen die Verbotszone und den Ausnahmezustand in Hamburg beginnt damit, ein Bett zur Verfügung zu stellen. Das »Festival der Demokratie« sind wir.

Quelle: St. Pauli selber machen via Facebook / RedGlobe