Samstag, 21. Oktober 2017
Solidaritätsanzeige

Campaign KazakhstanAnlässlich des 20. Jahrestags der »Unabhängigkeit« der früheren Sowjetrepublik Kasachstan haben streikende ÖlarbeiterInnen heute in der Stadt Zhanaozen versucht, mit einer Demonstration auf die Situation hinzuweisen, unter der oppositionelle AktivistInnen, die streikenden ÖlarbeiterInnen und die Mehrheit des Volkes in dem Land leiden. Daraufhin ging der Staatsapparat mit aller Brutalität gegen die DemonstrantInnen vor. Es wurde mit scharfer Munition in die Menge geschossen. Erste Augenzeugenberichte sprachen von Dutzenden Toten.Offenbar wurde inzwischen die Stadt komplett vom Strom- und Telefonnetz abgeschnitten, um unabhängige Berichte zu verhindern. Mittlerweile soll die Erdölproduktion im ganzen Land wegen Solidaritätsstreiks still stehen.

Vorsicht, radioaktivVorsicht, radioaktivRadioaktives Cäsium auf Spielplätzen, in Gärten, im Supermarktgemüse – das Leben im weiteren Umkreis um die Atomruine Fukushima Daiichi wird immer gefährlicher. Einen Monat nach Beginn der Katastrophe spitz sich die Lage in Japan weiter zu – die Betreiber des AKW und die internationale Gesundheitsorganisation WHO beschwichtigen allerdings.

Normales Leben im Umkreis um die havarierten Reaktoren wird Jahrzehnte nicht mehr möglich sein. Die Gegenden in und um Fukushima City und Koriyama sind bereits schwer kontaminiert. Im Süden sind die Strahlenwerte niedriger, aber immer noch beachtlich: 0,5 Mikrosievert pro Stunde. In Fukushima und Iitate haben die Teams in der vergangenen Woche Werte bis zu 48 Mikrosievert pro Stunde gemessen – das sind gefährlich hohe Werte. An einer Stelle in Iitate waren es 20 Mikrosievert.

Katastrophen-AKW FukushimaKatastrophen-AKW FukushimaDie Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima Daiichi muss auf die höchste Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) eingeordnet werden. Das fordert die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace von der internationalen Atomenergiebehörde IAEO. Aus der havarierten Atomanlage sind schon jetzt entsprechend große Mengen an Radioaktivität entwichen. Dies ergebe eine Studie des Physikers Dr. Helmut Hirsch für Greenpeace. Seine Untersuchung basiere auf offiziellen Daten der französischen Strahlenschutzbehörde (IRSN) und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Die japanischen Behörden ordnen die  Atomkatastrophe derzeit der Stufe 5 zu.

Japanisches Fernsehen NHK WorldJapanisches Fernsehen NHK World25 Jahre nach Tschernobyl und am Tag des Super-GAU in Fukushima hat die Ärzteorganisation IPPNW (Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung) die weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke gefordert. Die Risiken seien auch bei den angeblich sicheren Atomkraftwerken der westlichen Welt nicht beherrschbar. IPPNW-Sprecher Henrik Paulitz kommentiert: »Durch ein Erdbeben kann in einem Atomkraftwerk ein Störfall ausgelöst und zugleich können die dann erforderlichen Sicherheitssysteme zerstört werden. Durch das Erdbeben in Japan soll im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi die Kühlwassermenge gefährlich abgesunken sein. Die Notstromdiesel sind nicht angelaufen. Es kam zum gefürchteten "station blackout", dem Ausfall der Stromversorgung. Die für die Steuerung des Atomkraftwerks erforderlichen Batteriekapazitäten sind in zwei Blöcken nahezu erschöpft. Um die Batterien zu schonen, musste das Notkühlsystem abgestellt werden. Durch den Austritt von Kühlwasser über ein Leck steigt derzeit der Druck im Containment. Es besteht die Gefahr eines schweren Kernschmelz-Unfalls.« Offenbar ist dieser mittlerweile bereits eingetreten, auch wenn die japanische Regierung und die Atomkonzerne nur widersprüchliche Angaben machen. Die IPPNW weist darauf hin, dass die Bevölkerungsdichte in Japan rund 15fach höher ist als in der Tschernobyl-Region (Japan: 337 Einwohner/Quadratkilometer). Je nach Windrichtung und Wetterlage können die gesundheitlichen Auswirkungen in Japan dramatisch sein.

Volksrepublik ChinaVolksrepublik ChinaChina ist groß und Beijing ist fern. In Beijing werden ambitioniert Gesetze erlassen und Richtlinien beschlossen, doch die Provinzen und Bezirke übersehen diese geflissentlich. Daraus ergeben sich Probleme in vielen Bereichen. In China fehlt es nicht an großen Ideen und Zielen. Berühmt sind Chinas Kampagnen und die Mobilisierung ganzer Volksmassen. Chinas Regierung ist bekannt dafür, Großprojekte zu initialisieren, mit denen sich das ganze Volk identifizieren kann, wie der Bau des "Dreischluchtenstaudamms" oder die Eisenbahnstrecke nach Tibet. Solche Projekte stehen für die Wandlung Chinas in einen modernen Industriestaat. Doch trotz der Realisierung solcher Großprojekte bleibt die Herausforderung auch scheinbar kleinere, aber nicht weniger zentrale Gesetze und Richtlinien auf lokaler Ebene umzusetzen.

Nordkoreanischer Youtube-AccountNordkoreanischer Youtube-AccountDie nordkoreanische Regierung hat die Onlinedienste des »Web 2.0« für sich entdeckt. Unter dem Benutzernamen »Uriminzokkiri«, was übersetzt etwa »Mein Land« oder »Meine Nation« bedeutet, hat Pyongyang eigene Konten bei Twitter, Youtube und Facebook eingerichtet. Verbreitet werden hier Artikel der Seite www.uriminzokkiri.com, Kurzmeldungen und Videos, in denen die Politik der Demokratischen Volksrepublik verteidigt und die südkoreanische Regierung als Kriegstreiber bezeichnet werden. Ausserdem nutzt die Regierung von Staatschef Kim Jong-Il die Dienste, um im Fall des im März versenkten südkoreanischen Kriegsschiffe erneut jede Verantwortung zu dementieren.

Der Vorsitzende der Obersten Volksversammlung Nordkoreas, Choe Thac Boc, hat sich auf der dritten Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten in Genf für Unabhängigkeit, Frieden und Freundschaft ausgesprochen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA sagte er: »Die entscheidende Garantie für die Sicherung dauerhaften Friedens und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel besteht heute darin, der Respektierung und gewissenhaften Umsetzung der gemeinsamen Nord-Süd-Deklaration als wichtigstem Vereinigungsprogramm der Nation oberste Priorität zu geben.«

Polizeieinsatz gegen Streikende in GuangdongPolizeieinsatz gegen Streikende in GuangdongIn der südchinesischen Provinz Guangdong wird derzeit ein Gesetzentwurf geprüft, durch den zum ersten Mal in der Geschichte Chinas Regeln für Arbeiterkämpfe und  Lohnverhandlungen festgesetzt werden sollen. Der Entwurf sei eine Antwort auf eine  Reihe von Streiks und Selbstmorden von Arbeitern in der Region, berichtet die Tageszeitung »Shanghai Daily«.

Das südkoreanische Kriegsschif Cheonan wurde im Mai versenktDas südkoreanische Kriegsschif Cheonan wurde im Mai versenktNordkorea sieht in dem am Sonntag beginnenden gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA im Japanischen Meer eine gefährliche Provokation. Die Nationale Verteidigungskommission kritisierte die Militärübungen beider Länder als provokatorische Aktionen gegen Nordkorea und als gegen die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft auf eine Entspannung der Lange auf der koreanischen Halbinsel gerichtet, berichtet Radio China International. Nordkorea könne gezwungen sein, einen »heiligen Krieg der Vergeltung« zu beginnen und den Militärübungen mit den Mitteln der »atomaren Abschreckung« zu begegnen, zitiert der chinesische Rundfunk die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.