Mittwoch, 26. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

Rodong SinmunWir dokumentieren nachstehend den zum neuen Jahr von den nordkoreanischen Zeitungen „Rodong Sinmun“, „Joson Inmingun“ und „Chongnyon Jonwi“ veröffentlichten gemeinsamen Leitartikel in der vom staatlichen Internetportal Naenara übersetzten Fassung.

Unsere Armee und unser Volk haben unter blutigen Tränen das Jahr 2011 hinter sich gebracht und begrüßen heute das neue Jahr Juche 101 (2012).

Es war eine alte Tradition unseres Volkes, dem großen Genossen Kim Jong Il Grüße des Glückwunsches zu entbieten und den Vormarsch des neuen Jahres anzutreten. Sein ehrwürdiger Name und sein wie die Sonne strahlendes Antlitz waren ein Siegesbanner, das unserem Volk Siegeszuversicht und Willen verlieh, und eine Quelle der Geisteskraft. Unsere ganze Armee und unser ganzes Volk wechseln derzeit ihre große Trauer in tausendfache Kraft und Schneid und treten unter Führung des verehrten Genossen Kim Jong Un einen großartigen Vormarsch für das Aufblühen in den neuen 100 Juche-Jahren an.

»Jeder war davon tief gerührt, und die Tränen wollten nicht zu fließen aufhören«Wir dokumentieren nachstehend unredigiert einen Artikel aus der deutschsprachigen Ausgabe des staatlichen nordkoreanischen Internetportals Naenara.

Dem Volk, das durch die nationale Staatstrauer umherzappelte, wird die Liebe des großen Vaters unverändert zuteil.

Ab Vormittag des 23. Dezember 2011 begannen, die Fische, die von der Liebe zum Volk zeugen, der hauptstädtischen Bevölkerung zu verteilen.

Der Führer Kim Jong Il gab sich zu seinen Lebzeiten bei seiner ständigen Vor-Ort-Anleitung der Fischereibasen am Ost- und Westmeer und der Handels- und Dienstleistungsbasen sowie der dafür zuständigen Einheiten große Mühe, um die Bevölkerung mit frischen Fischen zu versorgen.

Kim Jong IlWir dokumentieren nachstehend die offizielle Erklärung der nordkoreanischen Regierung zum Tod von Kim Jong Il in der vom staatlichen Internetportal Naenara verbreiteten Übersetzung.

Das Zentralkomitee und die Zentrale Militärkommission der Partei der Arbeit Koreas, das Verteidigungskomitee, das Präsidium der Obersten Volksversammlung und das Kabinett der DVR Korea geben in tiefster Trauer bekannt, dass der große Führer Genosse Kim Jong Il, Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, Vorsitzender des Verteidigungskomitees der DVRK und Oberster Befehlshaber der Koreanischen Volksarmee, am 17. Dezember Juche 100 (2011) um 8.30 Uhr auf dem Weg zur Vor-Ort-Anleitung an einer akuten Krankheit gestorben ist.

Ofizielle Meldung des Todes im nordkoreanischen TVDer nordkoreanische Staas- und Parteichef Kim Jong Il ist am Sonnabend offenbar einem Herzinfarkt erlegen. Im staatlichen Fernsehen verlas eine Moderatorin den Tränen nahe die offizielle Bestätigung des Todes. Er sei an körperlicher und mentaler Erschöpfung gestorben, während er mit einem Zug außerhalb der Hauptstadt Pyongyang unterwegs gewesen sei, erklärte die Sprecherin.

Das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Chinas, People's Daily, meldet auf seiner Internetseite, die nordkoreanischen Behörden hätten offiziell Kim Jong Ils Sohn Kim Jong Un als Nachfolger des Verstorbenen ausgerufen. Damit war im Vorfeld bereits gerechnet worden, nachdem dieser im September offiziell zum General ernannt und der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Campaign KazakhstanAnlässlich des 20. Jahrestags der »Unabhängigkeit« der früheren Sowjetrepublik Kasachstan haben streikende ÖlarbeiterInnen heute in der Stadt Zhanaozen versucht, mit einer Demonstration auf die Situation hinzuweisen, unter der oppositionelle AktivistInnen, die streikenden ÖlarbeiterInnen und die Mehrheit des Volkes in dem Land leiden. Daraufhin ging der Staatsapparat mit aller Brutalität gegen die DemonstrantInnen vor. Es wurde mit scharfer Munition in die Menge geschossen. Erste Augenzeugenberichte sprachen von Dutzenden Toten.Offenbar wurde inzwischen die Stadt komplett vom Strom- und Telefonnetz abgeschnitten, um unabhängige Berichte zu verhindern. Mittlerweile soll die Erdölproduktion im ganzen Land wegen Solidaritätsstreiks still stehen.

Vorsicht, radioaktivVorsicht, radioaktivRadioaktives Cäsium auf Spielplätzen, in Gärten, im Supermarktgemüse – das Leben im weiteren Umkreis um die Atomruine Fukushima Daiichi wird immer gefährlicher. Einen Monat nach Beginn der Katastrophe spitz sich die Lage in Japan weiter zu – die Betreiber des AKW und die internationale Gesundheitsorganisation WHO beschwichtigen allerdings.

Normales Leben im Umkreis um die havarierten Reaktoren wird Jahrzehnte nicht mehr möglich sein. Die Gegenden in und um Fukushima City und Koriyama sind bereits schwer kontaminiert. Im Süden sind die Strahlenwerte niedriger, aber immer noch beachtlich: 0,5 Mikrosievert pro Stunde. In Fukushima und Iitate haben die Teams in der vergangenen Woche Werte bis zu 48 Mikrosievert pro Stunde gemessen – das sind gefährlich hohe Werte. An einer Stelle in Iitate waren es 20 Mikrosievert.

Katastrophen-AKW FukushimaKatastrophen-AKW FukushimaDie Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima Daiichi muss auf die höchste Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) eingeordnet werden. Das fordert die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace von der internationalen Atomenergiebehörde IAEO. Aus der havarierten Atomanlage sind schon jetzt entsprechend große Mengen an Radioaktivität entwichen. Dies ergebe eine Studie des Physikers Dr. Helmut Hirsch für Greenpeace. Seine Untersuchung basiere auf offiziellen Daten der französischen Strahlenschutzbehörde (IRSN) und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Die japanischen Behörden ordnen die  Atomkatastrophe derzeit der Stufe 5 zu.

Japanisches Fernsehen NHK WorldJapanisches Fernsehen NHK World25 Jahre nach Tschernobyl und am Tag des Super-GAU in Fukushima hat die Ärzteorganisation IPPNW (Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung) die weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke gefordert. Die Risiken seien auch bei den angeblich sicheren Atomkraftwerken der westlichen Welt nicht beherrschbar. IPPNW-Sprecher Henrik Paulitz kommentiert: »Durch ein Erdbeben kann in einem Atomkraftwerk ein Störfall ausgelöst und zugleich können die dann erforderlichen Sicherheitssysteme zerstört werden. Durch das Erdbeben in Japan soll im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi die Kühlwassermenge gefährlich abgesunken sein. Die Notstromdiesel sind nicht angelaufen. Es kam zum gefürchteten "station blackout", dem Ausfall der Stromversorgung. Die für die Steuerung des Atomkraftwerks erforderlichen Batteriekapazitäten sind in zwei Blöcken nahezu erschöpft. Um die Batterien zu schonen, musste das Notkühlsystem abgestellt werden. Durch den Austritt von Kühlwasser über ein Leck steigt derzeit der Druck im Containment. Es besteht die Gefahr eines schweren Kernschmelz-Unfalls.« Offenbar ist dieser mittlerweile bereits eingetreten, auch wenn die japanische Regierung und die Atomkonzerne nur widersprüchliche Angaben machen. Die IPPNW weist darauf hin, dass die Bevölkerungsdichte in Japan rund 15fach höher ist als in der Tschernobyl-Region (Japan: 337 Einwohner/Quadratkilometer). Je nach Windrichtung und Wetterlage können die gesundheitlichen Auswirkungen in Japan dramatisch sein.

Volksrepublik ChinaVolksrepublik ChinaChina ist groß und Beijing ist fern. In Beijing werden ambitioniert Gesetze erlassen und Richtlinien beschlossen, doch die Provinzen und Bezirke übersehen diese geflissentlich. Daraus ergeben sich Probleme in vielen Bereichen. In China fehlt es nicht an großen Ideen und Zielen. Berühmt sind Chinas Kampagnen und die Mobilisierung ganzer Volksmassen. Chinas Regierung ist bekannt dafür, Großprojekte zu initialisieren, mit denen sich das ganze Volk identifizieren kann, wie der Bau des "Dreischluchtenstaudamms" oder die Eisenbahnstrecke nach Tibet. Solche Projekte stehen für die Wandlung Chinas in einen modernen Industriestaat. Doch trotz der Realisierung solcher Großprojekte bleibt die Herausforderung auch scheinbar kleinere, aber nicht weniger zentrale Gesetze und Richtlinien auf lokaler Ebene umzusetzen.

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