Montag, 29. Mai 2017
Solidaritätsanzeige

IPPNWIPPNWDie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete internationale Ärzteorganisation IPPNW appelliert an Nordkorea, Südkorea und die USA, weitere Provokationen und gefährliche Machtdarbietungen zu unterlassen und ruft zu diplomatischen Verhandlungen auf. »Unabhängig von den Gründen für die gegenwärtige Eskalation der Spannungen können die jüngsten Präsentationen atomarer Macht durch Nordkorea und die USA im Namen ihrer südkoreanischen Verbündeten nur zwei Ergebnisse zur Folge haben: entweder treten beide Seiten einen Schritt zurück vom Abgrund oder die Abschreckung versagt und Millionen von Menschen erleiden das Schicksal von Hiroshima und Nagasaki«, heißt es in dem Offenen Brief an die Präsidenten Kim, Lee und Obama.

Wolfgang GehrckeWolfgang GehrckeDie Linkspartei hat die Bundesregierung aufgefordert, die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik in Pyongyang trotz der Warnungen der nordkoreanischen Regierung nicht zu schließen. Wolfgang Gehrcke, Vorstandsmitglied der Partei, rief dazu auf, statt dessen die diplomatischen Kanäle offenzuhalten.

Es gebe keinen Anlass, die Drohungen aus Nordkorea auf die leichte Schulter zu nehmen, so Gehrcke. »So absurd die Bilder des nordkoreanischen Führers Kim Jong Un auch erscheinen, wenn er Ziele für die Armee festlegt, so steht jedoch ein hoch bewaffnetes Land mit einer großen Armee und modernen Waffen, inklusive der Möglichkeit atomare Waffen einzusetzen, dahinter«.

Fidel Castro und Kim Il Sung 1986 in PyongyangFidel Castro und Kim Il Sung 1986 in PyongyangIn einer neuen »Reflexion« hat der frühere kubanische Präsident Fidel Castro die Regierungen der Demokratischen Volksrepublik Korea und der USA aufgerufen, einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel zu verhindern. An die DVRK gerichtet erklärte Castro: »Es wäre nicht gerecht, zu vergessen, dass ein solcher Krieg in besonderer Weise mehr als 70 Prozent der Bevölkerung des Planeten in Mitleidenschaft ziehen würde.« Ein Krieg würde von der koreanischen Bevölkerung riesige Opfer verlangen, ohne dass irgendjemand daraus einen Nutzen ziehen könnte, so Fidel Castro weiter.

Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung den Wortlaut dieser Reflexion, die heute vom kubanischen Internetportal Cubadebate veröffentlicht wurde.

Grafik auf der Homepage des Auslandssenders »Stimme Koreas«Grafik auf der Homepage des Auslandssenders »Stimme Koreas«Der nordkoreanische Staats- und Parteichef Kim Jong Un hat die Truppen der Demokratischen Volksrepublik offenbar in einem geheimen Befehl angewiesen, an der Grenze zu Südkorea nicht als erste das Feuer zu eröffnen. Dadurch solle verhindert werden, Seoul und Washington einen Vorwand für einen Schlag gegen Pyongyang zu liefern, berichtet der Moskauer Fernsehsender »Russia Today« unter Berufung auf einen Sender im chinesischen Shanghai. »Der große Führer Nordkoreas, Kim Jong Un, hat den Truppen in der ersten Linie einen geheimen Befehl erteilt, unter keinen Umständen als erste das Feuer zu eröffnen, damit Südkorea und die USA keinen Vorwand für einen Vergeltungsschlag haben«, heißt es demnach in dem chinesischen Sender. Zuvor hatte Kim Jong Un offenbar mit einer Reihe von Besuchen die Truppen an der Grenzlinie inspiziert.

Der Kommunistische Jugendverband Spaniens (UJCE) verurteilt die Militärprovokationen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea durch vor allem die USA, Südkorwa und Japan, die neben der Handelsblockade kriegerische Übergriffe und Verletzungen der See- und Luftfahrtsabkommen beinhalten.

Nicolás MaduroNicolás MaduroVenezuelas geschäftsführender Präsident Nicolás Maduro hat mit einer offiziellen Erklärung auf die wachsende Kriegsgefahr auf der koreanischen Halbinsel reagiert und dazu aufgerufen, auf Erklärungen und Handlungen zu verzichten, die einen erneuten Krieg heraufbeschwören könnten. Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung den Wortlaut dieser Erklärung:

Kommuniqué

Präsident Nicolás Maduro Moros spricht sich im Namen der Bolivarischen Regierung und des venezolanischen Volkes für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel aus und ruft kategorisch dazu auf, die militaristischen Erklärungen und Aktionen einzustellen, die beide Nationen in einen erneuten kriegerischen Konflikt treiben könnten.

Stimme RusslandsStimme RusslandsDer Rundfunksender Stimme Russlands (früher: Radio Moskau) hat in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass die angebliche Kriegserklärung Nord- an Südkoreas eine falsche Übersetzung der entsprechenden offiziellen Erklärung durch westliche Nachrichtenagenturen sei. Im Originaltext einer Erklärung aus Pjöngjang heiße es, dass die Republik im Falle von feindlichen Provokationen entsprechend den Gesetzen der Kriegszeit handeln wird. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut des Kommentars von Natalia Kowalenko.

Kim Jong Un mit seinem Generalstab. Foto: Rodong SinmunKim Jong Un mit seinem Generalstab. Foto: Rodong SinmunWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung (aus dem Englischen und Spanischen) einen Leitartikel aus der »Rodong Sinmun«, dem Zentralorgan der Partei der Arbeit Koreas und damit wichtigstem Presseorgan Nordkoreas. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir uns diese Stellungnahme nicht zu eigen machen! Zudem möchten wir daran erinnern, dass einzelne Formulierungen durch den Umweg aus dem Koreanischen über andere Sprachen eventuell in ihrer Bedeutung nicht das wiedergeben, was die Originalversion sagen wollte. Allerdings stammen sowohl die spanische als auch die englische Fassung dieser Erklärung aus staatlichen nordkoreanischen Quellen.

Die aggressiven Aktionen des nordamerikanischen Imperialismus gegen die Demokratische Volksrepublik Korea, die deren Souveränität und höchsten Interessen verletzen, sind in eine gravierende Etappe eingetreten. Trotz der wiederholten Warnungen hat der nordamerikanische Imperialismus einen strategischen Atombomber B-52 nach dem anderen an den Himmel über den Süden Koreas geschickt.

Chinas neuer Präsident: Xi JinpingChinas neuer Präsident: Xi JinpingEs ist Sonntag um 10.12 Uhr Beijinger Zeit. Soeben ist die 1. Tagung des XII. Parlamentes, also des Nationalen Volkskongresses Chinas, beendet worden. Alle Rechenschaftsberichte über die Tätigkeit der Regierung, des Parlamentspräsidiums, der Kommission für Reform und wirtschaftliche sowie soziale Entwicklung, der Militärkommission, des Finanzministeriums, der Obersten Staatsanwaltschaft und des Obersten Gerichtshofes sind von den nahezu 3000 Delegierten mit beschließender Stimme aus allen 56 Nationalitäten der Volksrepublik und allen Bevölkerungsschichten entgegengenommen, in Arbeitsgruppen intensiv diskutiert und gegebenenfalls korrigiert worden.

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