Montag, 20. November 2017
Solidaritätsanzeige

Parade zum Tag des Sieges. Foto: cpv.org.vnAm 30. April 1975 zogen die Truppen der vietnamesischen Befreiungsfront in Saigon, dem heutigen Ho-Chi-Minh-Stadt, ein. Aus Anlass des 40. Jahrestages dieses historischen Ereignisses, das den Schlusspunkt unter einem 30-jährigen Krieg setzte, fanden am heutigen Donnerstag in der südvietnamesischen Metropole zahlreiche Veranstaltungen, Kundgebungen und eine Parade statt. An dieser nahmen Spitzenpolitiker wie der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, Nguyen Phu Trong, Staatspräsident Truong Tan Sang, Premierminister Nguyen Tan Dung, Parlamentspräsident Nguyen Sinh Hung und zahlreiche andere aktive und ehemalige Politiker teil. Auch Vertreter der Veteranen, der Heldenmütter und aller Volksschichten sowie Delegationen aus Laos, Kambodscha und Kuba waren anwesend.

Vietnam ist frei: Washington PostIn seiner kleinen Wohnung am Rande von Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, sitzt Nguyen Khac Can neben einem Radio und einem Memoirenband und erzählt über die Zeit, als Saigon befreit wurde. Can war der erste Direktor des Radiosenders »Widerstand des Südens« und Vizedirektor von »Radio Befreiung A«. Er begeistert sich auch heute noch für den 30. April 1975, an dem seine Kollegen und er das Radio des Saigonregimes übernahmen. Sie mussten schnell Nachrichten senden und die Lage des Landes für die Welt darstellen. Alles über den Tag ist ihm noch sehr klar im Gedächtnis geblieben.

Anfang April 1975, als die günstigste Gelegenheit kam, entschied sich die Zentralabteilung für Aufklärung und Erziehung, eine Gruppe zu gründen, die die Radioanlagen in Saigon übernehmen sollte. Gleichzeitig fuhr eine Gruppe von Radio Befreiung A unter Leitung von Nguyen Khac Can und Tran Huu Hanh vom Norden in den Süden. Am 29. April marschierte die Gruppe von Tay Ninh nach Saigon. Sie mussten nicht direkt kämpfen. Ihre Aufgabe war es, die Medien Saigons zu übernehmen und baldmöglichst auf Sendung zu gehen.

Junge Welt, 1. Mai 1975. Foto: RedGlobeAm vergangenen Freitag veröffentlichten zahlreiche Zeitungen der Sozialistischen Republik Vietnam einen Artikel des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV), Nguyen Phu Trong, der dem Sieg des Volkes über die US-amerikanische Aggression gewidmet ist. Die Befreiung von Saigon, dem heutigen Ho-Chi-Minh-Stadt, jährt sich am 30. April zum 40. Mal.

Der Auslandsrundfunk Stimme Vietnams veröffentlichte auf seiner Homepage eine Zusammenfassung dieses Beitrags, die wir nachstehend in einer von uns leicht redigierten Fassung dokumentieren.

Aufruf: Wir stehen am AnfangZwei Jahre nach der Brandkatastrophe in einer Textilfabrik in Pakistan stellt sich der Hauptabnehmer der dort hergestellten Kleidung – der Modediscounter KiK – weiter stur. Am 11. September 2012 waren im Unternehmen Ali Enterprises in Karachi 254 Menschen getötet worden, 55 wurden verletzt. Aktueller Stand der Verhandlungen zwischen der Kette und Vertretern der Überlebenden und Hinterbliebenen der Katastrophe sei: Soforthilfe: Ja; Entschädigung auf lange Sicht: immer noch nicht.  Darüber informierten die Kampagne für Saubere Kleidung und das europäische Menschenrechtszentrum ECCHR.

Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)Die Republik der Marshallinseln klagt vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen die Atomwaffen besitzenden Staaten der Welt. Ziel dieser Klage ist es, die Atomwaffenstaaten für die eklatante Verletzung des Völkerrechts und den Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag zur  Rechenschaft zu ziehen. Den Staaten USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea wird vorgeworfen, ihre Verpflichtungen zur nuklearen Abrüstung, die aus Art. VI des Atomwaffensperrvertrags und dem Völkergewohnheitsrecht hervorgehen, nachhaltig zu verletzen.

IPPNWIPPNWBei 50 japanischen Kinder in der Präfektur Fukushima wurden mittlerweile Schilddrüsenkrebs-Operationen durchgeführt. Das geht aus einem Bericht des Fukushima Health Management vom 19. Mai 2014 hervor. 39 weitere Kinder haben krebsverdächtige Biopsieergebnisse und müssen noch operiert werden. Es ist zu erwarten, dass die Zahl der Krebsfälle weiter steigen wird, da bislang erst für 78% der betroffenen Kinder Ergebnisse publiziert wurden und bei rund 400 Kindern mit verdächtigen Ergebnissen in den ersten Reihenuntersuchungen noch keine Folgeergebnisse vorliegen. Japanische Krebsstatistiken belegen in der entsprechenden Altersgruppe normalerweise eine Inzidenz von weniger als einem Schilddrüsenkrebsfall pro Jahr.

Im Streit um die von China und Vietnam beanspruchten Paracel- und Spratly-Inseln hat der vietnamesische Premierminister Nguyen Tan Dung die Proteste seiner Landsleute gegen die von Hanoi als illegal kritisierte Aufstellung einer chinesischer Bohrinsel in dem umstrittenen Gebiet als gerechtefertigt bezeichnet. In einem Telegramm an das Ministerium für öffentliche Sicherheit und alle zentralen Behörden und Leiter der zentralen Städte und Provinzen wies der Regierungschef zugleich jedoch darauf hin, dass in jüngster Zeit »einige Menschen die Produktionsstätten von ausländischen Investoren geplündert und Widerstand gegen die Sicherheitskräfte geleistet« hätten, berichtete der staatliche Auslandsrundfunk Stimme Vietnams. Das habe die Sicherheit beeinträchtigt und sich negativ auf das Investitionsumfeld und die Außenpolitik der Partei und des Staates ausgewirkt. Dung forderte die betroffenen Behörden auf, Provokateure zu bestrafen, um die Sicherheit der Unternehmen, vor allem der ausländischen Investoren, zu garantieren. Zugleich bekräftigte Dung, dass die Partei und der Staat Vietnam alles tun werden, um Ausländer, ausländische Unternehmen und Organisationen in Vietnam günstige Bedingungen zu schaffen sowie ihre Sicherheit zu gewährleisten.  

Medienkonferenz in Hanoi. Foto: infonet.vnMedienkonferenz in Hanoi. Foto: infonet.vnVietnams Informationsminister Nguyen Bac Son hat am Freitag an einer Konferenz über die Aufgaben von Rundfunk und Fernsehen für das Jahr 2014 teilgenommen. Er lobte die Aktivitäten der Rundfunk- und Fernsehsender in der vergangenen Zeit. Die Sender hätten ausreichend, rechtzeitig und transparent über die soziale und wirtschaftliche Lage des Landes informiert. Die Medien seien die Brücke zwischen der Partei, dem Staat und der Bevölkerung. Sie trägen viel zur sozial-wirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei.

Im vergangenen November schrieb die Textilarbeiterin und DKP-Kandidatin bei den EU-Parlamentswahlen im Mai, Marion Baur, an die  Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Baronin Catherine Ashton of Upholland. Der offene Brief, in dem Baur der »Zweiten Frau in Europa« vorwarf, nichts gegen die grauenvollen Zustände in den Textilfabriken Bangladeschs zu unternehmen und die weltweit gestellte Forderung nach Aufhebung der skandalösen Zollfreiheit für den Import der blutigen Klamotten in die EU zu ignorieren, fand großes Interesse. Zuerst von der DKP-Wochenzeitung »Unsere Zeit« veröffentlicht, wurde er vor allem von englischsprachigen Zeitungen – auch von durchaus bürgerlichen – breit wiedergegeben. Die Reaktionen waren so zahlreich, dass Marion Baur nicht in der Lage war, alle zu beantworten.. Auch die BBC beschäftigte sich in England, der Heimat Catherine Ashtons mit dem Schreiben.

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