Samstag, 18. August 2018
Solidaritätsanzeige

Kim Jong IlWir dokumentieren nachstehend die offizielle Erklärung der nordkoreanischen Regierung zum Tod von Kim Jong Il in der vom staatlichen Internetportal Naenara verbreiteten Übersetzung.

Das Zentralkomitee und die Zentrale Militärkommission der Partei der Arbeit Koreas, das Verteidigungskomitee, das Präsidium der Obersten Volksversammlung und das Kabinett der DVR Korea geben in tiefster Trauer bekannt, dass der große Führer Genosse Kim Jong Il, Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, Vorsitzender des Verteidigungskomitees der DVRK und Oberster Befehlshaber der Koreanischen Volksarmee, am 17. Dezember Juche 100 (2011) um 8.30 Uhr auf dem Weg zur Vor-Ort-Anleitung an einer akuten Krankheit gestorben ist.

Ofizielle Meldung des Todes im nordkoreanischen TVDer nordkoreanische Staas- und Parteichef Kim Jong Il ist am Sonnabend offenbar einem Herzinfarkt erlegen. Im staatlichen Fernsehen verlas eine Moderatorin den Tränen nahe die offizielle Bestätigung des Todes. Er sei an körperlicher und mentaler Erschöpfung gestorben, während er mit einem Zug außerhalb der Hauptstadt Pyongyang unterwegs gewesen sei, erklärte die Sprecherin.

Das Zentralorgan der Kommunistischen Partei Chinas, People's Daily, meldet auf seiner Internetseite, die nordkoreanischen Behörden hätten offiziell Kim Jong Ils Sohn Kim Jong Un als Nachfolger des Verstorbenen ausgerufen. Damit war im Vorfeld bereits gerechnet worden, nachdem dieser im September offiziell zum General ernannt und der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Nordkoreanischer Youtube-AccountDie nordkoreanische Regierung hat die Onlinedienste des »Web 2.0« für sich entdeckt. Unter dem Benutzernamen »Uriminzokkiri«, was übersetzt etwa »Mein Land« oder »Meine Nation« bedeutet, hat Pyongyang eigene Konten bei Twitter, Youtube und Facebook eingerichtet. Verbreitet werden hier Artikel der Seite www.uriminzokkiri.com, Kurzmeldungen und Videos, in denen die Politik der Demokratischen Volksrepublik verteidigt und die südkoreanische Regierung als Kriegstreiber bezeichnet werden. Ausserdem nutzt die Regierung von Staatschef Kim Jong-Il die Dienste, um im Fall des im März versenkten südkoreanischen Kriegsschiffe erneut jede Verantwortung zu dementieren.

Der Vorsitzende der Obersten Volksversammlung Nordkoreas, Choe Thac Boc, hat sich auf der dritten Weltkonferenz der Parlamentspräsidenten in Genf für Unabhängigkeit, Frieden und Freundschaft ausgesprochen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA sagte er: »Die entscheidende Garantie für die Sicherung dauerhaften Friedens und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel besteht heute darin, der Respektierung und gewissenhaften Umsetzung der gemeinsamen Nord-Süd-Deklaration als wichtigstem Vereinigungsprogramm der Nation oberste Priorität zu geben.«

Das südkoreanische Kriegsschif Cheonan wurde im Mai versenktNordkorea sieht in dem am Sonntag beginnenden gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA im Japanischen Meer eine gefährliche Provokation. Die Nationale Verteidigungskommission kritisierte die Militärübungen beider Länder als provokatorische Aktionen gegen Nordkorea und als gegen die Hoffnung der internationalen Gemeinschaft auf eine Entspannung der Lange auf der koreanischen Halbinsel gerichtet, berichtet Radio China International. Nordkorea könne gezwungen sein, einen »heiligen Krieg der Vergeltung« zu beginnen und den Militärübungen mit den Mitteln der »atomaren Abschreckung« zu begegnen, zitiert der chinesische Rundfunk die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

DVR KoreaDVR KoreaDer Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes hat die latenten Spannungen auf der koreanischen Halbinsel wieder verschärft. Ein internationales Untersuchungsteam, dem südkoreanische, US-amerikanische, australische und britische Experten angehörten, kam zu dem Ergebnis, daß die Korvette durch die Explosion eines zielsuchenden Torpedos aus nordkoreanischer Produktion versenkt wurde. Südkoreas Staatschef kündigte darauf an, harte Gegenmaßnahmen zu ergreifen und "mit Unterstützung der Weltgemeinschaft" die Volksrepublik zu zwingen, die Straftat einzugestehen. Auch die USA drohen bereits "einseitige Vergeltungsmaßnahmen" an.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.