Freitag, 24. März 2017
Solidaritätsanzeige

Asien

ippnwSechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit deren verheerenden Folgen. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des sechsten Jahrestages hin. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch dort nach wenigen Minuten sterben würde. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, so dass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen.

BangladeshIn Ashulia (Bangladesch) streiken Tausende von Textilarbeiterinnen seit Dezember für eine Erhöhung ihres Mindestlohns. Ihrer Forderung, den Lohn von derzeit rund 65 Euro monatlich zu verdreifachen, wird mit harscher Repression begegnet: Rund 200.000 Beschäftigte wurden ausgesperrt, Tausende entlassen, Fabriken geschlossen, Arbeiterinnen und Gewerkschafter werden angegriffen, verfolgt und zum Teil inhaftiert (siehe auch http://tinyurl.com/grdvmzo).

ChinaKurz vor dem Neujahr hat der chinesische Staatspräsident Xi Jinping via Radio China International (CRI), China National Radio (CNR), das Staatsfernsehen (CCTV), China Global Television Network (CGTN) und im Internet seine Neujahrsansprache 2017 veröffentlicht.

Liebe Genossen, liebe Freunde, meine Damen und Herren,

das Jahr 2016 ist bald zu Ende. Die Neujahrsglocken werden wieder klingen. In diesem schönen Moment darf ich den Mitgliedern aller Nationalitäten, den Landsleuten der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao, den Landsleuten in Taiwan und den Auslandschinesen sowie allen Freunden aus verschiedenen Ländern bzw. Regionen der Welt meine Neujahrsgratulation zum Ausdruck bringen.

Kim Jong Un. Foto: NaenaraKim Jong Un. Foto: NaenaraWir dokumentieren nachstehend die vom Internetportal Naenara verbreitete Übersetzung der Eröffnungsrede des nordkoreanischen Staats- und Parteichefs Kim Jong Un auf dem VII. Parteitag der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) in Pjöngjang:

Liebe Genossen Delegierten!

Mitten im hehren Kampf, in dem die ganze Partei, die ganze Armee und das gesamte Volk voller Beherztheit und Zuversicht, den endgültigen Sieg der koreanischen Revolution baldigst zu beschleunigen, alle Bedrohungen und wütende Herausforderungen der Imperialisten durchkreuzen und sich der das ganze Volk umfassende kühne Generalmarsch entfaltet, halten wir heute den historischen VII. Parteitag der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) ab.

VietnamMit 91,5 Prozent der Stimmen ist General Tran Dai Quang, Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Vietnams, am Samstag vom vietnamesischen Parlament zum neuen Staatspräsidenten gewählt worden. Bei seiner Vereidigung sagte er: »Ich bedanke mich beim Parlament dafür, dass es mich mit Vertrauen zum  Staatspräsidenten der Sozialistischen Republik Vietnam gewählt hat. Vor der Nationalflagge, dem Parlament, dem Volk und den Wählern im ganzen Land schwöre ich, dem Vaterland, dem Volk und der Verfassung der Sozialistischen Republik Vietnam treu zu sein. Ich werde mich darum bemühen, die mir von der Partei, dem Staat und der Bevölkerung beauftragten Aufgaben zu erfüllen.«

Propagandavideo des nordkoreanischen Fernsehens. Screenshot: YoutubePropagandavideo des nordkoreanischen Fernsehens. Screenshot: YoutubeDas offizielle nordkoreanische Internetportal »Naenara« verbreitete heute die Nachricht über den Start eines Satelliten vom Typ »Kwangmyongsong«. Der Raketenstart wurde von China, Südkorea, den USA und anderen Regierungen verurteilt.

In dem Artikel auf Naenara heißt es: »Die Staatliche Verwaltung für Weltraumerschließung der DVR Korea (NADA) gab am 7. Februar 2016 die Meldung bekannt, nach dem Fünfjahresplan (2016) für die Weltraumerschließung den neu geforschten und entwickelten Erdbeobachtungssatelliten ›Kwangmyongsong 4‹ völlig erfolgreich in seine Umlaufbahn gebracht zu haben.

Wir dokumentieren nachstehend in der vom Internetportal Naenara besorgten deutschsprachigen Übersetzung die offizielle Erklärung der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) zum Test einer Wasserstoffbombe:

Die ganze Armee und das gesamte Volk im Lande unterstützen von ganzem Herzen den kämpferischen Aufruf der PdAK und erheben sich tatkräftig zum Generalangriff dafür, den endgültigen Sieg der koreanischen revolutionären Sache näherzurücken, und machen große Fortschritte, indem sie von Tag zu Tag glänzende Wunder- und Großtaten vollbringen. In dieser bewegenden Zeit geschah ein großes Ereignis, das in die Annalen der 5000-jährigen Geschichte der Nation glänzend eingehen wird, und erschüttert die ganze Welt.

IPPNWLaut der Wiener Organisation für den Atomteststoppvertrag CTBTO fand heute um 1:30 UTC (2:30 MEZ) ein ungewöhnliches seismisches Ereignis in Nordkorea statt, bei dem es sich vermutlich um einen Atomtest handle. Nordkorea behauptet, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben. Die Ärzteorganisation IPPNW verurteilt den Atomtest als Verstoß gegen die universell akzeptierten Normen eines umfassenden Verbots von Nuklearwaffenversuchen, zu dem sich bisher 183 Länder vertraglich verpflichten. Jeglicher Atomtest bedeute eine schwere radioaktive Belastung für die Umwelt und eine Gefährdung des Weltfriedens, so die IPPNW.

KCTU-Chef Han Sang Gyun. Foto: KCTU / FacebookKCTU-Chef Han Sang Gyun. Foto: KCTU / FacebookEinem Bericht der einzigen konzernunabhängigen südkoreanischen Zeitung »Hankyoreh« zufolge hat die rechtskonservative Präsidentin des ostasiatischen Landes dem inhaftierten Gewerkschaftspräsidenten Han Sang Gyun eine Neujahrskarte geschickt, in dem sie ihm zynisch »viel Glück und Erfolg« wünscht.

Der Vorsitzende des erst 1999 legalisierten zweitgrößten Gewerkschaftsdachverbandes KCTU wurde am 10. Dezember von der südkoreanischen Polizei wegen des Vorwurfs festgenommen, zu »gewalttätigen Manifestationen« gegen die Regierung angestiftet zu haben.

Real time web analytics, Heat map tracking

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.