Mittwoch, 13. Dezember 2017
Solidaritätsanzeige

North KoreaIn der Nacht zum Sonntag wurde nach Angaben der internationalen Organisation CTBTO ein Erdbeben in Nordkorea gemessen. Die Daten legen nahe, dass es sich um einen Atomwaffentest handelte. Das nordkoreanische Staatsfernsehen sprach von einem »erfolgreichen« Test einer Wasserstoffbombe. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) verurteilt diesen mutmaßlichen Wasserstoffbombentest Nordkoreas und fordert von der Bundesregierung die Unterzeichnung des von der UN beschlossenen Vertrags zum Verbot von Atomwaffen. Ein internationales Verbot ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Nuklearwaffen.

171104never trumpUS-Präsident Trump hat, so wurde am Mittwoch berichtet, seinen nordkoreanischen Gegenspieler Kim für seine »weise Entscheidung« gelobt, das US-amerikanische Überseeterritorium Guam nicht mit Raketen angreifen zu wollen. In Agenturmeldungen wird diese Äußerung als Zeichen der Entspannung dargestellt – aber ist es das wirklich?

North KoreaWir dokumentieren nachstehend eine Stellungnahme des Befehlshabers der Koreanischen Volksarmee. Die deutsche Übersetzung besorgte das nordkoreanische Internetportal Naenara.

Um die wichtigen Militärbasen auf der Insel Guam niederzuhalten und den USA ein ernsthaftes Warnsignal zu geben, überprüft unsere Strategische Streitmacht der KVA, wie erklärt, eingehend den Plan für einen Einkesselungsbeschuss auf die Insel Guam, in dem vorgesehen ist, vier Mittelstreckenraketen »Hwasong-12« gleichzeitig zu starten.

North KoreaWir dokumentieren nachstehend eine Erklärung der Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea. Die deutschsprachige Übersetzung besorgte das nordkoreanische Internetportal Naenara.

Die USA und die anderen feindseligen Kräfte, die in großer Angst vor der qualitativen und quantitativen Verstärkung unserer Streitmacht sind, klammern sich an die in der Geschichte schlimmsten Machenschaften für Sanktionen, Druck und Provokationen.

Am 6. August problematisierten die USA unseren Probeschuss der ICBM als „Bedrohung des internationalen Friedens und Sicherheit“ und stachelten unter diesem Vorwand dazu auf, im UNO-Sicherheitsrat die „Resolution über Sanktionen“ Nr. 2371 zu verabschieden, welche darauf abzielt, die wirtschaftliche Entwicklung und Verbesserung des Volkslebens in unserer Republik völlig abzusperren.

ippnwDie deutsche Sektion der Ärzteorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um den täglich weiter eskalierenden Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zu entschärfen. Es droht sogar der Einsatz von Atomwaffen. Beide Seiten müssen mit ihrer Kriegsrhetorik aufhören und miteinander über Deeskalationsmaßnahmen reden. »Gerade am heutigen Tag – 72 Jahre nach dem Atomwaffenabwurf auf Nagasaki – ist es obszön, direkt oder indirekt mit Atomwaffen zu drohen«, sagt Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW.

Die ganze große Sensation ist ausgeblieben: Bei der U20-Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea hat Venezuela das Endspiel gegen England mit 0:1 verloren.

Venezolanischer FußballverbandVenezolanischer FußballverbandVenezuela hat zum ersten Mal in seiner Geschichte das Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Bei der U20-WM in Südkorea besiegte die »Vinotinto« heute im Halbfinale Uruguay im Elfmeterschießen mit 4:3.

In Südkorea verboten: Vereinigte Progressive ParteiIn Südkorea verboten: Vereinigte Progressive ParteiAm 5. November 2013 stellte die rechtskonservative Regierung unter Präsidentin Park Geun-Hye einen Antrag auf Verbot einer linken Partei, der Vereinigten Fortschrittspartei (UPP). Nach 18 öffentlichen Verhandlungen erklärte das Verfassungsgericht die UPP für verfassungswidrig. Ihre fünf Abgeordneten im Nationalparlament verloren ihre Mandate, auch das Parteivermögen wurde vom Staat eingezogen. Lee Seok-Ki, früherer Abgeordnete der Nationalen Versammlung Koreas, wurde 2013 in Isolationshaft genommen.

ippnwSechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit deren verheerenden Folgen. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des sechsten Jahrestages hin. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch dort nach wenigen Minuten sterben würde. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, so dass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen.

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