Montag, 24. September 2018
Solidaritätsanzeige

Aufstand in ÄgyptenLetzte Meldung: Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat soeben die Regierung zum Rückltritt aufgefordert, morgen soll ein neues Kabinett ernannt werden. Er selbst werde jedoch »nirgendwohin gehen«, also nicht zurücktreten.


»In Kürze« will der ägyptische Parlamentssprecher Fathi Sorour »eine wichtige Mitteilung« machen, meldet Al Jazeera. Noch konkreter wird die verbotene Muslimbrüderschaft. Auf ihrer Homepage teilt sie seit wenigen Minuten mit: »Halb bestätigt: Der Diktator wird stürzen, seine Familie ist heimlich aus dem Land geflohen«. In den grossen Städten des Landes sind Panzer aufgefahren, die Menschen ignorieren die Ausgangssperre.

»Angesichts der sich zuspitzenden Lage in Ägypten und dem nun ergangenen Schiessbefehl auf Demonstranten muss Deutschland seine Rüstungslieferungen an Ägypten aussetzen und Mubarak die politische Unterstützung umgehend entziehen«, fordert Niema Movassat, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Fraktion Die Linke im Bundestag.

Al-Jazeera berichtet live aus ÄgyptenDie ägyptischen Behörden haben heute nachmittag eine Ausgangssperre über Kairo, Alexandria und Suez verhängt, um die Massenproteste zu stoppen, die heute einen neuen Höhepunkt erreicht haben. Zu den grössten Demonstrationen in der Geschichte Ägyptens kamen heute in den wichtigsten Städten des nordafrikanischen Landes Hunderttausende zusammen, um soziale Veränderungen und einen Rücktritt des seit über 30 Jahren herrschenden Staatschefs Hosni Mubarak zu fordern. Die Polizei ging mit brutaler Gewalt gegen die Demonstranten vor, die das traditionelle Freitagsgebet als Ausgangspunkt ihrer Proteste genutzt hatten. Einem Bericht des Nachrichtensenders TeleSur zufolge wurden allein im Zentrum Kairos drei Menschen erschossen. Das Gebäude der Regierungspartei NDP steht in Flammen. Die Nachrichtenagentur AP meldet ausserdem, Demonstranten hätten das Gebäude des Aussenministeriums in Kairo gestürmt.

Irakische Kommunistische ParteiIrakische Kommunistische ParteiWir dokumentieren eine Erklärung der Irakischen Kommunistischen Partei:

Die Massen des tunesischen Volksaufstandes krönten gestern ihren heroischen Kampf während der vergangenen vier Wochen gegen das Regime der Tyrannei und Unterdrückung, welches sie für fast ein Vierteljahrhundert knebelte, mit einem bemerkenswerten Sieg, dessen sichtbares Zeichen die schmähliche Flucht des Chefs des zusammengebrochenen Regimes, Zine al-Abidin Ben Ali, aus dem Lande war, verfolgt von Flüchen und belagert von Verdammungen.

Solidarität mit dem Aufstand in TunesienSolidarität mit dem Aufstand in TunesienAm Montag veröffentlichte die Homepage der Kommunistischen Jugend Österreichs (KJÖ) ein Interview mit einem in Wien studierenden Tunesier zu den jüngsten Ereignissen in dem nordafrikanischen Land. Mohamed (24) ist in Nordtunesien geboren und aufgewachsen. Dort engagierte er sich auf der Universität politisch in einer kommunistischen Organisation. Das Interview wurde am vergangenen Freitag in der österreichischen Hauptstadt geführt, wenige Stunden bevor Staatschef Ben Ali nach Saudi-Arabien floh.

Wie ist die momentane Situation in Tunesien, um was geht es?


Meine Beschreibung für die Situation ist: Revolution. Und sie hat das ganze Land erfasst, vom Norden bis in den Süden. Es gibt den ganzen Tag Demonstrationen, bis um 2 Uhr in der Früh. Die Polizisten haben die Waffen gegen die armen Leute gezogen und bis zum heutigen Tag sind mindestens 60 Menschen gestorben.

Griechische Jugendliche in PretoriaGriechische Jugendliche in PretoriaMit einer Großdemonstration der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 140 Ländern und einer Abschlussveranstaltung sind am Dienstag in Pretoria die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studenten zu Ende gegangen. Vor den Unions Buildings, dem offiziellen Sitz der südafrikanischen Regierung, wurde die Abschlusserklärung offiziell an Vertreter von Staatspräsident Jacob Zuma übergeben. Kurz zuvor hatte sich Tiago Vieira, der Generalsekretär des Weltbundes der demokratischen Jugend (WBDJ), zufrieden mit dem Verlauf des Festivals gezeigt. Die Zahl der Teilnehmer an den Workshops, Seminaren und Konferenz seit Tag für Tag gewachsen, und auch die Qualität der inhaltlichen Debatten habe sich immer mehr gesteigert. Zu Beginn des Festivals hatten Teilnehmer noch Verzögerungen im Ablauf, eine zu geringe Beteiligung der Südafrikaner an den Diskussionen und organisatorische Probleme kritisiert.

17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnenDie von regierungsnahen Organisationen getragene marokkanische Delegation ist von den XVII. Weltfestspielen der Jugend und StudentInnen in Südafrika ausgeschlossen worden. Zuvor sei es zu einer »weiteren brutalen Attacke gegen eine andere Delegation« gekommen, berichten die VertreterInnen aus Spanien über ihren Facebook-Account. Schon zuvor war es mehrfach zu Zusammenstössen zwischen den Marokkanern und der Delegation aus der Westsahara gekommen.

Tausende bei der Eröffnungsfeier in TshwaneTausende bei der Eröffnungsfeier in TshwaneMit einem farbenprächtigen Einmarsch der Delegationen und zahlreichen musikalischen und Tanzdarbietungen sind am gestrigen Montag in Tshwane (Südafrika) die 17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen eröffnet worden. Im Lucas-Moripe-Stadion versammelten sich die mehr als 20.000 Delegierten aus 140 Ländern der Welt. Die Teilnehmer aus Südafrika sangen die Lieder ihres Volkes aus dem Kampf gegen das rassistische Apartheid-Regime. Auf der Bühne waren die stilisierten Porträts der früheren Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, und Kubas, Fidel Castro, zu sehen. Beiden Staatsmännern ist das Festival in diesem Jahr gewidmet.

Pretoria im Zeichen der WeltfestspielePretoria im Zeichen der WeltfestspieleMit Tausenden Jugendlichen aus aller Welt und in Anwesenheit des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma werden heute in Pretoria / Tshwane die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden offiziell eröffnet. Die letzten Vorbereitungen für das grösste antiimperialistische Festival der Welt wurde am gestrigen Sonntag abgeschlossen, als das Internationale Organisationskomitee zu seinem vierten Treffen zusammenkam. Wie der Generalsekretär des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ) mitteilte, werden an dem Festival 20.000 südafrikanische Jugendliche und Studierende sowie 10.000 ausländische Gäste teilnehmen.

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