Freitag, 14. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Jalil Mohamed Abdelaziz personifiziert den Willen einer Generation junger Saharauis, die sich nach einem freien Staat und einer gerechteren Welt sehnen. Wo immer ihn seine Schritte hinführen, bringt ihn die Erinnerung an sein unterdrücktes Land dazu, in anderen Breitengeraden über die Realität der Westlichen Sahara zu sprechen und die gegen sein Volk begangenen Verbrechen anzuklagen.

Das Recht auf Befreiung der Arabischen Saharauischen Demokratischen Republik (RASD) ist Kuba nicht fremd. Mit den Prinzipien der von der Revolution vertretenen proletarischen Solidarität, hat die Frente Polisario immer humanitäre Unterstützung gefunden, wenn es darum ging, bei der Entwicklung einer der ärmsten Regionen unseres Planeten zusammenzuarbeiten.

Am 10. April traf sich der Außenminister Russlands, Sergej Lawrow, mit dem Beauftragten des UN-Generalsekretärs für die Westsahara, Horst Köhler, der zu einem Arbeitsbesuch in Moskau weilte.

Im Laufe des Treffens wurde betont, dass es für die politische Lösung des Westsahara-Problems auf Basis der entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrats keine Alternativen gibt. Zugleich wurde hervorgehoben, dass die Entwicklung eines allseitig akzeptablen Regelungsschemas zur allgemeinen Verbesserung der Situation im Westen Afrikas beitragen würde.

Abschied von Mohamed AbdelazizAbschied von Mohamed Abdelaziz

Der Präsident der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) und Generalsekretär der Befreiungsbewegung Frente POLISARIO, Mohamed Abdelaziz, ist am Dienstag nach langer schwerer Krankheit verstorben. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur Sahara Press Service (SPS) am Dienstag mit. Das Sekretariat der Polisario ordnete eine 40-tägige Staatstrauer an. »Während wir den 43. Jahrestag der Gründung der Frente Polisario und des Beginns des bewaffneten Kampfes sowie den 40. Jahrestag des Märtyrer-Tages, dem Tag des Todes von El Ouali Mustapha Sayed im Krieg, begangen haben, ist Märtyrer Mohamed Abdelaziz verstorben. Der Verstorbene hinterlässt ein wichtiges Erbe von Erfolgen und den festen Willen sowie die Entschlossenheit, den Kampf bis zum Sieg fortzusetzen«, heisst es in der Erklärung der Polisario, die seit vier Jahrzehnten um die Unabhängigkeit der von Marokko annektierten Westsahara kämpft.

Foto: Jaysen Naidoo (CC BY-SA 2.0)Foto: Jaysen Naidoo (CC BY-SA 2.0)Schweden wird entgegen eines anderslautenden Parlamentsbeschlusses die von Marokko annektierte Westsahara bis auf weiteres nicht als Staat anerkennen. Das meldet Radio Schweden unter Berufung auf Medienberichte. Außenministerin Margot Wallström werde den Beschluss voraussichtlich am Montag bekanntgeben, berichtete das deutschsprachige Programm des schwedischen Rundfunks am Sonntag.

Seit Jahrzehnten kämpft die Westsahara um ihre UnabhängigkeitSeit Jahrzehnten kämpft die Westsahara um ihre UnabhängigkeitDie Bevölkerung der Westsahara feiert am heutigen Freitag den 40. Jahrestag der Gründung ihrer Befreiungsfront, der Frente Polisario. Die Organisation wurde am 10. Mai 1973 als Volksfront für die Befreiung von Saguia el Hamra und Río de Oro gegründet, um den Kampf zunächst gegen die spanische, ab 1975 dann gegen die marokkanische Kolonialmacht zu führen. »Wir erinnern an die Wiedergeburt der sahrauischen Identität nach einem Jahrhundert der Kolonialisierung, an die Wiedergeburt des sahrauischen Volkes, des einzigen afrikanischen Volkes, das mit den Waffen für sein Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit kämpft«, erklärte der sahrauische Botschafter in Algerien, Brahim Ghali, im Gespräch mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE.

Sahrauis wollen FreiheitSahrauis wollen FreiheitAm Dienstag hat der UN-Sicherheitsrat  eine Resolution zur Westsahara angenommen, in der er sich erneut für eine Lösung ausspricht, welche »die Selbstbestimmung des sahrauischen Volkes« ermöglicht. Dabei besteht er auf der Notwendigkeit der uneingeschränkten Bewegungsfreiheit der UN-Beobachtermission Minurso.

Die einstimmig angenommene Resolution 2204 (2012) unterstreicht, dass der UN-Sicherheitsrat »die beteiligten Parteien (Frente Polisario und Marokko) aufruft, die Verhandlungen unter der Schirmherrschaft des UN-Generalsekretärs ohne Vorbedingungen und in aller Offenheit fortzuführen, damit das Ziel einer gerechten, dauerhaften und beiderseits akzeptablen Lösung erreicht werden kann, welche das Selbstbestimmungsrecht des sahrauischen Volkes im Rahmen von mit den Zielen und Prinzipien der UN-Charta konformen Vereinbarungen ermöglicht.«

Kundgebung in BerlinKundgebung in BerlinDie Westsahara ist die letzten Kolonie Afrikas. Sie wurde völkerrechtswidrig von Marokko besetzt und Menschenrechtsverletzungen geschehen in den besetzten Gebieten täglich. Deswegen wird die UNO aufgefordert, ihren dort stationierten Truppen (MINURSO) einen entsprechenden Schutzauftrag zu erteilen. Um dieser Forderung Gehör zu verschaffen, fanden am vergangenen Samstag, 14. April 2012, zeitgleich in Madrid, Paris, London, Wien, Oslo, Stockholm, Helsinki, Rom, Den Haag, Brüssel und Berlin, aber auch in den saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien sowie in den besetzten Gebieten Aktionen statt. Eine Gruppe in Melbourne hatte bereits am 13. April den Anfang gemacht.

Die UNO darf die Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara nicht länger ignorierenDie UNO darf die Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara nicht länger ignorierenDemonstration am Sa., 14.04.2012, 14:00 Uhr, vor der Französischen Botschaft in Berlin (Pariser Platz, neben dem Brandenburger Tor)

Ende April 2012 wird das MINURSO-Mandat in der Westsahara enden und der Sicherheitsrat der UNO wird voraussichtlich eine Erneuerung beschließen. Seit der letzten Entschließung vor einem Jahr veränderte der sog. Arabische Frühling in vielen Länder Nordafrikas die politische Landkarte. Mittlerweile machen junge Saharauis unübersehbar deutlich, dass sie den Glauben an die ergebnislosen Verhandlungen zwischen der Frente Polisario und Marokko über die Zukunft der Westsahara verloren haben. In den besetzten Gebieten wird die Marokkanisierung intensiv vorangetrieben. Der Widerstand gegen die Besatzung wächst deutlich angesichts der systematischen Menschenrechtsverletzungen durch marokkanische Sicherheitskräfte.

»Vollkommen friedliche aufgelöst«? »Vollkommen friedliche aufgelöst«? Die Abgeordneten im Außenausschuß des Europäischen Parlaments haben während eines Treffens mit Vertretern der Führung der saharauischen Befreiungsbewegung Frente Polisario und der marokkanischen Regierung am Mittwoch eine Überwachung der Menschenrechtssituation und die Einhaltung internationalen Rechts gefordert und sich für die Entsendung von Untersuchungsmissionen in die Region ausgesprochen. Die Abgeordneten hatten den Vertreter der Frente Polisario, Mohamed Salem Ould Salek, und Marokkos Minister für Äußeres und Zusammenarbeit, Taïb Fassi-Fihri, eingeladen, um über die jüngsten Vorkommnisse in der westsaharauischen Stadt El-Aaiun zu sprechen.

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