23 | 05 | 2019

Südafrikanische Kommunistische ParteiSüdafrikanische Kommunistische ParteiWir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung die Erklärung der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP) zum Tod von Nelson Mandela. Wie auch der ANC in seinem Nachruf bestätigt die SACP in ihrem Kommuniqué erstmals offiziell, dass Mandela bis zu seiner Verhaftung 1962 der Kommunistischen Partei und deren Zentralkomitee angehört hat.

In der vergangenen Nacht haben die Millionen des Volkes von Südafrika, die in ihrer Mehrheit zur Arbeiterklasse und zu den Armen gehören, und die Milliarden übrigen Menschen der Welt einen wirklichen Revolutionär verloren, Präsident  Nelson Rolihlahla Mandela, Tata Madiba.

Nelson MandelaNelson MandelaNach der Meldung über den Tod des südafrikanischen Freiheitskämpfers und früheren Guerrilleros Nelson Mandela werden in den hiesigen Medien schwülstige Nachrufe der Kanzlerin der BRD Merkel, des Präsidenten der USA Obama, des britischen Premierministers Cameron u.a. verbreitet. Ausgerechnet also die Vertreter jener Staaten, die das mörderische Apartheidregime und all seine Verbrechen bis zum Schluss aktiv stützten und materiell sowie personell förderten und den ANC unter Führung Nelson Mandelas als »terroristisch« denunzierten, vergießen nun Krokodilstränen - wie widerlich!

Nelson MandelaNelson MandelaWie heute offiziell bestätigt wurde, ist Südafrikas früherer Präsident Nelson Mandela am heutigen Donnerstag, 5. Dezember 2013, im Alter von 95 Jahren verstorben. Staatschef Jacob Zuma erklärte in Pretoria, Mandela sei um 20.50 Uhr Ortszeit in seinem Haus in Houghton im Kreis seiner Familie entschlafen. Er kündigte ein Staatsbegräbnis an, auf allen öffentlichen Gebäuden soll ab dem morgigen Freitag bis zur Beendigung der Beisetzung halbmast geflaggt werden. Zuma rief alle Südafrikaner auf, die Werte hochzuhalten, »für die Madiba gekämpft hat«.

GLBGLBIn einem Schreiben an den Botschafter Südafrikas in Österreich, Xolisa Mfundiso Mabhongo, bringen Oliver Jonischkeit, Bundessekretär der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im Österreichischen Gewerkschaftsbund (GLB)  und Didi Zach, Landessprecher der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) Wien ihre tiefe Bestürzung über die  Gewaltexzesse und Massaker an den Streikenden der Platinminen des Unternehmens Lonmin zum Ausdruck.

„Wir sind empört, dass die Unternehmensführung von Lonmin nicht nur offensichtlich durch Versuche, die bestehenden – ohnehin niedrigen – Kollektivverträge zu unterlaufen zum Konflikt beigetragen hat, sondern nun auch – während der offiziellen Zeit der Trauer um die Opfer des Massakers – jenen mit Entlassung droht, die nicht zur Arbeit erscheinen“, so Jonischkeit und Zach in dem Schreiben. GLB und KPÖ-Wien fordern von der Regierung Südafrikas die lückenlose Aufklärung der Vorfälle und erwarten, dass jene, die für das Massaker an den Streikenden die Verantwortung tragen, auch zur Rechenschaft gezogen werden.

Protestaktion in DurbanProtestaktion in DurbanDie 17. UN-Klimakonferenz wirft den internationalen Klimaschutz nach Auffassung von Greenpeace zurück. Weder die Beschlüsse zum Kyoto-Protokoll noch der Fahrplan für ein neues weltweites Klimaabkommen sind ausreichend, um die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. "Angesichts des schwierigen Verhandlungsverlaufes wäre es besser gewesen, die Klimakonferenz hätte keine Beschlüsse gefasst, sondern im neuen Jahr so lange weiter verhandelt, bis ein wirklich gutes Ergebnis erzielt worden wäre", sagt Martin Kaiser, Leiter Internationale Klimapolitik von Greenpeace. Er hat die zweiwöchigen Verhandlungen als Beobachter begleitet.

Griechische Jugendliche in PretoriaGriechische Jugendliche in PretoriaMit einer Großdemonstration der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 140 Ländern und einer Abschlussveranstaltung sind am Dienstag in Pretoria die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studenten zu Ende gegangen. Vor den Unions Buildings, dem offiziellen Sitz der südafrikanischen Regierung, wurde die Abschlusserklärung offiziell an Vertreter von Staatspräsident Jacob Zuma übergeben. Kurz zuvor hatte sich Tiago Vieira, der Generalsekretär des Weltbundes der demokratischen Jugend (WBDJ), zufrieden mit dem Verlauf des Festivals gezeigt. Die Zahl der Teilnehmer an den Workshops, Seminaren und Konferenz seit Tag für Tag gewachsen, und auch die Qualität der inhaltlichen Debatten habe sich immer mehr gesteigert. Zu Beginn des Festivals hatten Teilnehmer noch Verzögerungen im Ablauf, eine zu geringe Beteiligung der Südafrikaner an den Diskussionen und organisatorische Probleme kritisiert.

17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnenDie von regierungsnahen Organisationen getragene marokkanische Delegation ist von den XVII. Weltfestspielen der Jugend und StudentInnen in Südafrika ausgeschlossen worden. Zuvor sei es zu einer »weiteren brutalen Attacke gegen eine andere Delegation« gekommen, berichten die VertreterInnen aus Spanien über ihren Facebook-Account. Schon zuvor war es mehrfach zu Zusammenstössen zwischen den Marokkanern und der Delegation aus der Westsahara gekommen.

Tausende bei der Eröffnungsfeier in TshwaneTausende bei der Eröffnungsfeier in TshwaneMit einem farbenprächtigen Einmarsch der Delegationen und zahlreichen musikalischen und Tanzdarbietungen sind am gestrigen Montag in Tshwane (Südafrika) die 17. Weltfestspiele der Jugend und StudentInnen eröffnet worden. Im Lucas-Moripe-Stadion versammelten sich die mehr als 20.000 Delegierten aus 140 Ländern der Welt. Die Teilnehmer aus Südafrika sangen die Lieder ihres Volkes aus dem Kampf gegen das rassistische Apartheid-Regime. Auf der Bühne waren die stilisierten Porträts der früheren Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, und Kubas, Fidel Castro, zu sehen. Beiden Staatsmännern ist das Festival in diesem Jahr gewidmet.

Pretoria im Zeichen der WeltfestspielePretoria im Zeichen der WeltfestspieleMit Tausenden Jugendlichen aus aller Welt und in Anwesenheit des südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma werden heute in Pretoria / Tshwane die 17. Weltfestspiele der Jugend und Studierenden offiziell eröffnet. Die letzten Vorbereitungen für das grösste antiimperialistische Festival der Welt wurde am gestrigen Sonntag abgeschlossen, als das Internationale Organisationskomitee zu seinem vierten Treffen zusammenkam. Wie der Generalsekretär des Weltbundes der Demokratischen Jugend (WBDJ) mitteilte, werden an dem Festival 20.000 südafrikanische Jugendliche und Studierende sowie 10.000 ausländische Gäste teilnehmen.

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