Samstag, 19. Januar 2019
Solidaritätsanzeige

Kommunistische Partei des SudanKommunistische Partei des SudanIm September hatten sich die Kommunisten des Sudan an die internationale Öffentlichkeit gewandt und um Solidarität gegen die Verhaftung von Mitgliedern ihrer Partei und Gewerkschaftern gebeten (siehe hier). Nun hat ihr Kampf einen ersten Erfolg errungen, über den die sudanesischen Kommunisten in einem Schreiben berichten. Wir dokumentieren nachstehend die vom Newsportal der DKP besorgte Übersetzung:

Dank des Volkskampfes, der Standfestigkeit der Verhafteten und der internationalen Solidarität ist eine grosse Zahl der kürzlich Verhafteten freigelassen worden.

 

Trotzdem haben Schnellprozesse in einer Reihe von Städten und Ortschaften begonnen. Sie betreffen über 500 Menschen, denen gewalttätiges Verhalten, Zerstörung von Eigentum und Brandstiftung vorgeworfen wird.

Unter den Freigelassenen bfindet sich auch Genosse Atta Almana, Mitglied des Politbüros und des Zentralkomitees unserer Partei, der am 22. September, einen Tag vor Beginn der Demonstrationen, festgenommen worden war. Einem Interview zufolge, das er unserer Parteizeitung Almida gegeben hat, wurde er misshandelt und man drohte ihm eine harte Strafe an, falls er nicht mit den Sicherheitskräften kooperiere. Man beschuldigte ihn sogar, an den Demonstrationen und Zerstörungen teilgenommen zu haben, obwohl er eingesperrt war, als die Demonstrationen begannen. Nach seinen Informationen wurden die jungen Gefangenen einer inhumanen und brutalen Behandlung ausgesetzt. Sie wurden routinemässig mit elekrischen Peitschen geschlagen, über lange Zeiräume verhört, über 48 Stunden am Schlaf gehindert und erhielten tagelang nichts zu essen.

Die Lage im Land bleibt ruhig, ist aber sehr gespannt. Kürzlich gaben die Professoren der Universität Karthoum eine Erklärung heraus, in der sie das Regime verurteilten, seinen Sturz forderten und an die Oppositionskräfte appellierten, ihre Reihen zu schliessen und den Kampf fortzusetzen. Alle Oppositionskräfte sind mit internen Diskussionen beschäftigt, um die nächste Runde im Kampf gegen das Regime vorzubereiten.

Die Brüche innerhalb des Regimes werden sehr sichtbar und die Uneinigkeit der Freunde von gestern ist offensichtlich. Eine Reihe führender Mitglieder der regierenden Partei haben das sinkende Schiffverlassen und eine eigene Oppositionspartei formiert. Einige bekannte Kader versuchen, zur Opposition überzuwechseln.

Unsere Parteiführung hält eine Reihe von Treffen der Leitungsorgane ab, um die Beteiligung der Partei am Widerstand gegen das Regime zu stärken.

Wir bitten euch, die Solidarität mit dem Kampf unseres Volkes bis zum schliesslichen Sieg fortzusetzen. Die jüngste Erhebung hat, während sie das Regime bis auf den Grund erschütterte und das revolutionäre Potential des Volkes und insbesondere der Jugend zeigte, gleichzeitig auch eine Reihe von Problemen zum Vorscheingebrachtund einige Fragen aufgeworfen, wie der Kampf am besten fortgesetzt werden kann, damit die Einheit des Volkes gefestigt werdenkann und effektivere Taktiken in der tagtäglichen Konfrontation mit dem Regime entwickelt werden können. Erforderlich sind eine bessere Organisation, mehr materielle Ressourcen, planvolle vereinet Aktionen und Koordination.

Fathi, Büro für internationale Beziehungen der Kommunistischen Partei des Sudan

Übersetzung: news.dkp.de

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